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Politik 14.07.2026, 14:29

EU-Bevölkerung schrumpft bis 2100 auf 399 Millionen

Bevölkerung der EU erreicht 2029 Höchststand von 453,3 Millionen.

Wichtige Fakten

  • Bevölkerung der EU erreicht 2029 Höchststand von 453,3 Millionen.
  • Bis 2100 sinkt die Zahl auf 398,8 Millionen. (21 Wörter)
  • Lebenserwartung steigt bis 2100 auf 90 Jahre für Frauen.
  • 2050 ist ein Drittel der EU-Bürger 65 Jahre oder älter.
  • Medianalter steigt von 44,9 (2025) auf 51,5 Jahre (2100).

Bevölkerungsentwicklung in der EU

Die Bevölkerung der Europäischen Union wird einer Studie des Wissenschaftszentrums der EU-Kommission zufolge im Jahr 2029 mit geschätzten 453,3 Millionen Menschen ihren Höchststand erreichen. Anschließend sinkt die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2100 auf rund 398,8 Millionen – ein Niveau, das zuletzt in den 1970er-Jahren verzeichnet wurde. Im Berichtsjahr liegt die Anzahl der EU-Bürger bei etwa 450,6 Millionen. Die Entwicklung fällt in den Mitgliedstaaten unterschiedlich aus: Italien weist bereits heute mit einem Medianalter von 49,1 Jahren die älteste Bevölkerung auf, während Irland mit 39,6 Jahren das jüngste Durchschnittsalter hat.

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen

Mit der sinkenden Geburtenrate und steigenden Lebenserwartung – von aktuell 81,5 Jahren auf 90 Jahre für Frauen und 86 Jahre für Männer im Jahr 2100 – altert die Gesellschaft rasant. Prognosen zufolge wird bereits 2050 ein Drittel aller EU-Bürger 65 Jahre oder älter sein, gegenüber etwa 20 Prozent heute. Diese Entwicklung bringt laut EU-Kommission erhebliche Herausforderungen mit sich, darunter Fachkräftemangel, Belastungen für die öffentlichen Haushalte sowie einen wachsenden Druck auf Pflege- und Bildungssysteme.

Handlungsempfehlungen zur Bewältigung

EU-Kommissarin Dubravka Suica betont, die Mitgliedstaaten müssten jetzt handeln, um den demografischen Wandel in Chancen zu verwandeln. Konkret empfehlen die Wissenschaftler, die Produktivität zu steigern, die Arbeitslosigkeit zu senken und mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen. Rund 20 Prozent der erwerbsfähigen Europäer sind derzeit nicht erwerbstätig, in Ausbildung oder schulischer Bildung. Zuwanderung könne einige Effekte abfedern, werde das Problem der alternden Gesellschaft aber nicht vollständig lösen.

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