EU-Gipfel auf Zypern: Sondierung möglicher Sanktionslockerungen gegen Iran
Wichtige Fakten
- • EU-Gipfel auf Zypern berät über Iran-Konflikt und Energiepreise.
- • Bundesregierung bereit zu schrittweisen Sanktionslockerungen gegen Iran.
- • Hohe Energiepreise wegen Blockade der Straße von Hormus.
- • EU-Kommission schlägt Koordinierung der Kraftstoffversorgung vor.
- • Orban gibt Blockade auf, 90-Milliarden-Euro-Darlehen für Ukraine beschlossen.
Beratungen zum Iran-Konflikt
Die EU-Staats- und Regierungschefs setzten ihren Gipfel in Zypern mit Diskussionen über den Iran-Krieg und die gestiegenen Energiepreise fort. Im Fokus steht die Blockade der Straße von Hormus durch Iran, die Tanker und die weltweite Energieversorgung behindert. Die Bundesregierung signalisierte Bereitschaft, Sanktionen schrittweise zu lockern, falls eine umfassende Einigung zur Wiederfreigabe der Meerenge erzielt wird.
Maßnahmen gegen hohe Energiepreise
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bestätigte, dass über Schritte zur Senkung der Energiekosten diskutiert wurde. Die Kommission schlug vor, die Kraftstoffversorgung stärker zu koordinieren, um Flugausfälle zu vermeiden. Der belgische Premier De Wever merkte an, die Kommission tue, was sie könne, was jedoch nicht ausreichend sein könnte. Die Gespräche sollen in Nikosia mit regionalen Vertretern fortgesetzt werden.
Ukraine-Unterstützung und interne EU-Themen
Vor dem zweiten Gipfeltag berieten die EU-Spitzen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj über den Abwehrkampf gegen Russland. Selenskyj begrüßte das beschlossene 90-Milliarden-Euro-Darlehen und neue Russland-Sanktionen, die durch die Aufgabe der Blockade des scheidenden ungarischen Premiers Orban möglich wurden. Bundeskanzler Friedrich Merz trifft sich zudem mit dem französischen Präsidenten zum Gespräch über das Rüstungsprojekt FCAS. Weitere Beratungen betreffen den EU-Haushalt 2028–2034, dessen Finanzierung kontrovers diskutiert wird.
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