EU-Kommission plant Aufweichung des Emissionshandels
Wichtige Fakten
- • Zertifikate werden langsamer verknappt als bisher geplant.
- • Industrie hatte Wettbewerbsnachteile gegenüber China und USA beklagt.
- • EU-Kommission will kostenlose Zertifikate in bestimmten Bereichen ausweiten.
- • Neues Enddatum des Emissionshandels könnte 2046 oder 2048 sein.
- • Grüne kritisieren Aufweichung als Belohnung für Trittbrettfahrer.
EU-Kommission will Emissionshandel aufweichen
Die EU-Kommission plant, den Emissionshandel (ETS) abzuschwächen, um die Industrie zu entlasten. Vorgesehen ist, die Anzahl der Verschmutzungsrechte langsamer zu reduzieren als bisher geplant. Bisher sollte die Zahl der Zertifikate bis 2040 auf null sinken; nun wird ein Enddatum von 2046 oder 2048 erwogen. Zudem soll es in bestimmten Bereichen mehr kostenlose Zertifikate geben. Dies soll den Kostendruck auf Unternehmen verringern, die angesichts hoher Energiepreise einen Wettbewerbsnachteil gegenüber China und den USA befürchten.
Reaktionen und Klimaziele
Die EU-Kommission betont, dass die EU trotz der Abschwächung ihr Klimaziel erreichen kann: bis 2040 eine Reduktion der Treibhausgase um 90% im Vergleich zu 1990 und Klimaneutralität bis 2050. Die Grünen kritisieren die Aufweichung scharf. Ihre klimapolitische Sprecherin Lisa Badum warnt, dass Unternehmen, die in Dekarbonisierung investiert haben, bestraft würden, während Nachzügler belohnt würden.
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