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Inland 10.02.2026, 19:16 Aktualisiert: 10.02.2026, 23:20

EU-Kommission startet Aktionsplan gegen Cybermobbing mit Fokus auf Kinder und Jugendliche

Etwa jedes sechste Kind in der EU ist von Cybermobbing betroffen.

Wichtige Fakten

  • Etwa jedes sechste Kind in der EU ist von Cybermobbing betroffen.
  • Eine EU-weite Melde-App soll Betroffenen helfen, Beweise zu speichern.
  • Das KI-Gesetz soll sexualisierte Deepfakes gezielt verbieten.
  • Die Kommission arbeitet an einer europaweiten Altersprüfung für soziale Netzwerke.

Zusammenfassung des EU-Plans gegen Cybermobbing

Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan gegen Cybermobbing vorgestellt, der insbesondere Kinder und Jugendliche schützen soll. Etwa jedes sechste Kind in der EU ist von Hass und Mobbing im Internet betroffen, wobei Mädchen, einkommensschwache Haushalte und Minderheiten besonders gefährdet sind. Kern des Plans ist eine EU-weite App, über die Betroffene Cybermobbing melden, Hilfe erhalten und Beweise sicher speichern können. Diese App soll auf großen Online-Plattformen verfügbar sein und basiert auf einem französischen Vorbild.

Maßnahmen und Hintergründe

Der Plan sieht vor, bestehende EU-Regelwerke wie den Digital Services Act und das KI-Gesetz nachzuschärfen, um schädliche Inhalte und illegales Verhalten gegenüber Minderjährigen einzudämmen. Ein Schwerpunkt liegt auf Prävention durch überarbeitete Leitlinien für digitale Bildung und zusätzliche Trainingsangebote für Schulen. Der tragische Suizid einer 21-jährigen Frau in Irland nach Jahren des Cybermobbings war ein Auslöser für die gesetzlichen Maßnahmen, die in Irland bereits zu härteren Strafen führten. Langfristig arbeitet die EU an einer europaweiten Altersprüfung für soziale Netzwerke, wobei über ein Verbot von Social Media bis zu einem bestimmten Alter diskutiert wird.

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