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International 11.04.2026, 09:36 Aktualisiert: 11.04.2026, 15:13

Explosivfund in Serbien: Experte hält russische Provokation für wahrscheinlich

4 kg Sprengstoff in Serbien nahe Balkan Stream Pipeline gefunden

Wichtige Fakten

  • 4 kg Sprengstoff in Serbien nahe Balkan Stream Pipeline gefunden
  • Experte: Menge unzureichend für ernsthafte Pipeline-Beschädigung
  • Verdacht auf russische Provokation vor Ungarn-Wahl
  • Ungarische Regierung vermutete ukrainische Beteiligung
  • Ukraine und serbische Ermittler bestreiten ukrainische Verantwortung

Zusammenfassung

In Serbien wurden nahe der Balkan Stream Gasleitung, die russisches Gas nach Ungarn transportiert, 4 kg Sprengstoff entdeckt. Der ehemalige ukrainische Generalmajor Mykola Zentsev, Munitionsexperte der Firma Andromeda, analysierte, dass diese Menge nicht ausreicht, um die Pipeline ernsthaft zu beschädigen oder den Gasfluss langfristig zu unterbrechen. Er schließt daher klassische Sabotage aus und vermutet stattdessen eine Provokation, die wahrscheinlich auf russische Geheimdienste zurückgeht.

Politische Reaktionen

Der Vorfall ereignete sich kurz vor der ungarischen Parlamentswahl, in der der prorussische Ministerpräsident Viktor Orbán um sein politisches Überleben kämpft. Orbáns Außenminister Péter Szijjártó deutete eine ukrainische Verantwortung an, was jedoch von Kiew und dem Leiter der serbischen Militärsicherheitsbehörde zurückgewiesen wurde. Die ungarische Opposition um Péter Magyar beschuldigte Orbán, mit falschen Flaggen-Operationen Angst zu schüren und russischen Geheimdiensten zu folgen.

Hintergrund

Ungarn unter Orbán pflegt enge Beziehungen zu Russland, blockierte kürzlich ein EU-Hilfspaket für die Ukraine und ist von russischem Gas abhängig. Experte Zentsev sieht in dem Vorfall einen Versuch, Ukraine zu diskreditieren und der ungarischen Regierung vor der Wahl einen politischen Vorteil zu verschaffen, was die geopolitischen Spannungen in der Region weiter anheizt.

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