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Inland 06.03.2026, 02:06 Aktualisiert: 06.03.2026, 18:05

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Schicksalswahl für FDP und CDU im Kopf-an-Kopf-Rennen

Die FDP verpasste bei der Bundestagswahl 2025 die 5%-Hürde und verlor alle Bundestagsmandate.

Wichtige Fakten

  • Die FDP verpasste bei der Bundestagswahl 2025 die 5%-Hürde und verlor alle Bundestagsmandate.
  • Umfragen zeigen, dass die FDP nur in Baden-Württemberg Chancen auf einen Wiedereinzug in den Landtag hat.
  • Generalsekretärin Nicole Büttner droht mit Haarrasur bei einem Wahlmisserfolg als symbolische Aktion.
  • Die CDU bangt vor einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Manuel Hagel und Grünen-Kandidat Cem Özdemir.
  • Die Wahl am 8. März 2026 ist für die FDP und CDU entscheidend für ihre politische Zukunft.

Kampf um politisches Überleben der FDP

Die FDP steht vor einer entscheidenden Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026, nachdem sie bei der Bundestagswahl 2025 an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte und alle Mandate verlor. Parteichef Christian Dürr übernahm die Führung, gestand Fehler ein, hält aber am wirtschaftsliberalen Kurs fest. Die Partei kämpft im Superwahljahr 2026 mit fünf Landtagswahlen um Aufmerksamkeit, da ihr der Einzug in den Bundestag fehlt und damit Geld, Personal sowie mediale Präsenz.

Umfragen und symbolische Aktionen

Laut Umfragen hat die FDP nur in Baden-Württemberg realistische Chancen auf einen Wiedereinzig in den Landtag, während sie in anderen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz nicht mehr auftaucht. Generalsekretärin Nicole Büttner symbolisiert die Entschlossenheit der Partei, indem sie droht, sich bei einem Misserfolg die Haare abrasieren zu lassen. Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke betont, dass es bei der Wahl um die Zukunft des Liberalismus in Deutschland geht.

Wahlkampf und Herausforderungen

Christian Dürr führt einen aktiven Wahlkampf, verteilt beispielsweise Brezeln mit FDP-Stickern in Heilbronn, um Wähler zu erreichen. Die Partei wirft Kanzler Friedrich Merz vor, sozialistische Politik zu betreiben, und kritisiert die Haushaltspolitik. Mit dem Verlust der Bundestagsmandate fehlt der FDP nicht nur Geld und Personal, sondern auch mediale Präsenz, was den Wahlkampf erschwert.

CDU bangt vor Kopf-an-Kopf-Rennen

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg könnte zum Stimmungstest für die Merz-CDU werden. Ursprünglich siegesgewiss, bangt die CDU nun vor einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihrem Kandidaten Manuel Hagel und dem Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir um den Posten des Ministerpräsidenten. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann spricht von einer "Spitz-auf-Knopf"-Situation, während Kanzler Merz aufgrund schlechter Umfragewerte eher zur Belastung für den Wahlkampf wird.

Grüne setzen auf Özdemir

Die Grünen hoffen auf einen Sieg von Cem Özdemir, der als erfahrener Politiker und ehemaliger Bundesminister im Wahlkampf im Vordergrund steht. Umfragen deuten auf ein knappes Rennen mit der CDU hin, wobei Özdemir in der Beliebtheitsskala vor dem CDU-Kandidaten liegt. Die Bundesgrünen unterstützen den Wahlkampf, während Özdemir sich von der Bundespartei abgrenzt und auf wirtschaftsnahe Themen setzt.

Politische Bedeutung der Wahl

Die Wahl am 8. März ist nicht nur für die FDP eine Schicksalswahl, sondern auch für die CDU und die Grünen. Eine Niederlage der CDU könnte ein Beben in der Berliner Parteizentrale auslösen, besonders wenn zwei Wochen später auch die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz scheitert. Die Grünen hoffen auf Rückenwind aus Baden-Württemberg, um ihre Position in anderen Bundesländern zu stärken, während die FDP um ihr politisches Überleben kämpft.

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