Festnahme von mutmaßlichen russischen Spionen in Deutschland
Wichtige Fakten
- • Bundesanwaltschaft verhaftete Frau und Mann wegen Spionageverdachts.
- • Sie spähten einen Drohnenexporteur für die Ukraine aus.
- • Mögliches Ziel war ein Angriff auf den Geschäftsführer.
- • Festnahmen erfolgten in Rheine (Deutschland) und Alicante (Spanien).
- • Ermittlungen laufen, Auslieferung des Mannes aus Spanien geplant.
Zusammenfassung der Ereignisse
Die Bundesanwaltschaft hat eine Frau und einen Mann unter dem Verdacht der Spionage für einen russischen Geheimdienst festnehmen lassen. Die beiden Beschuldigten sollen einen Geschäftsmann ausgespäht haben, dessen Firma in Bayern Drohnenbestandteile an die Ukraine liefert. Nach Angaben der Ermittler wurde diese Ausspähung im Auftrag Russlands durchgeführt, möglicherweise mit dem Ziel, einen Angriff auf den Mann vorzubereiten oder ihn sogar zu töten.
Ablauf der Spionagetätigkeiten
Zunächst soll einer der Beschuldigten, ein Ukrainer, Videoaufnahmen der Firma in Niederbayern gemacht haben, um den Ort auszukundschaften. Nachdem diese Aufnahmen bemerkt wurden, setzte sich der Mann nach Spanien ab und übergab die weitere Beobachtung an eine 45-jährige Frau aus Rumänien. Diese Frau besuchte daraufhin die Privatadresse des Geschäftsführers und fertigte dort ebenfalls Videoaufnahmen an.
Festnahmen und weitere Schritte
Die Festnahmen erfolgten heute Morgen auf Antrag der Bundesanwaltschaft: der Mann in der spanischen Region Alicante und die Frau in Rheine im Münsterland. Die Frau wird dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt, während für den Mann ein europäischer Haftbefehl erwirkt wurde, der seine Auslieferung aus Spanien in den kommenden Tagen ermöglicht.
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