Gasspeicher in Deutschland: Trotz niedriger Füllstände keine akute Notlage
Wichtige Fakten
- • Gasspeicher sind zu 21,64% gefüllt (18.02.), niedriger als in Vorjahren (Minimum 31,99%).
- • Experten schätzen: Kapazitäten reichen noch für zwei bis drei Monate.
- • Gasnachfrage wird nur zu einem Viertel aus Speichern gedeckt, Rest aus Importen.
- • Bundesnetzagentur sieht Gefahr einer angespannten Gasversorgung als gering an.
- • Frühwarnstufe im Notfallplan Erdgas gilt seit Juli 2025, hat keine Konsequenzen für Verbraucher.
Zusammenfassung
Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit mit 21,64 Prozent (Stand 18. Februar) deutlich weniger gefüllt als in den Vorjahren, wo das Minimum bei 31,99 Prozent lag. In sozialen Netzwerken kursieren Behauptungen, dass ein Gasnotstand bevorstehe, doch Experten und offizielle Stellen wie die Bundesnetzagentur widersprechen dem. Jochen Linßen vom Forschungszentrum Jülich erklärt, dass die Kapazitäten bei aktueller Nachfrage noch für zwei bis drei Monate ausreichen, solange sich Importe und Nachfrage nicht ändern.
Expertenmeinungen und Versorgungssicherheit
Franziska Holz vom DIW betont, dass neben Speichern auch kurzfristige Gasimporte, etwa aus den USA, möglich sind, und keine Knappheit herrscht, was sich in niedrigen Weltmarktpreisen widerspiegelt. Die Bundesnetzagentur und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft bestätigen, dass die Versorgung stabil und gesichert ist. Zwar gilt seit Juli 2025 die Frühwarnstufe im Notfallplan Erdgas, doch diese hat keine Konsequenzen für Verbraucher, und höhere Krisenstufen wie Alarm- oder Notfallstufe sind nicht aktiv.
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