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Inland 19.01.2026, 16:05 Aktualisiert: 19.01.2026, 20:13

Georg Bätzing tritt nicht zur Wiederwahl als Chef der Bischofskonferenz an

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, steht bei der Frühjahrsvollversammlung ab 23. Februar in Würzburg nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Wichtige Fakten

  • Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, steht bei der Frühjahrsvollversammlung ab 23. Februar in Würzburg nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung.
  • Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin soll auf der Vollversammlung vom 23. bis 26. Februar für die kommenden sechs Jahre gewählt werden.
  • Bätzing ist seit März 2020 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und folgte damals auf Kardinal Reinhard Marx.
  • Der 64-jährige Bischof von Limburg galt als Befürworter des Reformkurses (u.a. Synodaler Weg, Öffnung für Diakoninnen) und warb im Umgang mit sexuellem Missbrauch für einen innerkirchlichen Kulturwandel.
  • Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Irme Stetter-Karp, bedauerte den Schritt und würdigte Bätzing als engagierten und integren Partner.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, tritt bei der im Februar beginnenden Frühjahrsvollversammlung nicht zur Wiederwahl an. In einem Brief an die Mitglieder teilte der Limburger Bischof mit, er habe diesen Schritt nach Beratung und reiflicher Überlegung beschlossen, nannte jedoch keine Gründe. Die Vollversammlung findet vom 23. bis 26. Februar in Würzburg statt; dort soll ein Nachfolger für die kommenden sechs Jahre gewählt werden. Bätzing leitete die Konferenz seit März 2020 und war in der Öffentlichkeit besonders mit dem Reformprozess Synodaler Weg verbunden. Innerhalb der Bischofskonferenz gab es zuletzt zunehmend Widerstand gegen seinen Kurs. Bätzing setzte sich unter anderem für die Zulassung von Diakoninnen ein und warb beim Umgang mit sexualisierter Gewalt für einen Kulturwandel. ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp äußerte Bedauern und Respekt.

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