Gesundheitszustand von Narges Mohammadi verschlechtert sich dramatisch
Wichtige Fakten
- • Narges Mohammadi erlitt mutmaßlichen Herzinfarkt im Gefängnis.
- • Familie kritisiert Verweigerung medizinischer Versorgung durch Behörden.
- • Nobelkomitee fordert sofortige Verlegung in Fachklinik.
- • Mohammadi wurde 13 Mal verhaftet, insgesamt 31 Jahre Haft.
Gesundheitskrise der Friedensnobelpreisträgerin
Die Familie der inhaftierten iranischen Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi sowie das Nobelkomitee fordern dringend ihre Verlegung in eine adäquate medizinische Einrichtung. Ihr Gesundheitszustand habe sich dramatisch verschlechtert. Die 54-Jährige sei aus dem Gefängnis im Nordwesten Irans in ein lokales Krankenhaus gebracht worden, doch ihr Bruder Hamidreza Mohammadi, der in Norwegen lebt, bezeichnet dies als „Last-Minute-Aktion“, die zu spät kommen könnte. Er befürchte, dass seine Schwester sterbe, und wache jeden Tag „wartend auf den schlimmsten Anruf“ auf.
Vorgeschichte und Haftbedingungen
Mohammadi wurde im Dezember 2024 erneut festgenommen, nachdem sie eine Rede zum Gedenken an einen Menschenrechtsaktivisten gehalten hatte. Bereits zuvor war sie wegen ihrer Kritik an den Behörden verurteilt worden. Sie wurde ohne Vorwarnung in das Zanjan-Gefängnis verlegt und darf seither nur eingeschränkt mit ihrer Familie kommunizieren. Ihr Bruder wirft der iranischen Regierung vor, systemisch die medizinische Versorgung „von Leuten wie Narges“ zu verweigern. Die internationalen Bemühungen um den Irankonflikt hätten zudem die Aufmerksamkeit von politischen Gefangenen abgelenkt.
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