Volkswagen verschärft Sparkurs: Bis zu 100.000 Stellenstreichungen und Werksschließungen geplant
Wichtige Fakten
- • Gewinn im zweiten Quartal 2026 um 33% auf 1,5 Mrd. Euro gesunken.
- • Umsatzerwartung für 2026 gesenkt: Statt plus 3% nun minus 3% möglich.
- • Weltweit drohen bis zu 100.000 Stellenstreichungen, doppelt so viele wie vereinbart.
- • Verkäufe in China im ersten Halbjahr um über 31% eingebrochen.
- • Betriebsrat und Land Niedersachsen lehnen Sparpläne ab.
Quartalsergebnis und Prognose verschlechtert
Volkswagen hat im zweiten Quartal 2026 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Überschuss sank um 33 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Ursprünglich wurde ein leichtes Umsatzwachstum erwartet, doch nun rechnet der Konzern mit einem Rückgang um bis zu drei Prozent. Die operative Umsatzrendite lag mit 3,8 Prozent unter der Zielspanne von 4 bis 5,5 Prozent und bestätigt den Handlungsbedarf.
China-Geschäft als Hauptbelastungsfaktor
Die größte Belastung kommt aus China, wo die Verkäufe im ersten Halbjahr um mehr als 31 Prozent einbrachen. Weltweit gingen die Auslieferungen um 6,3 Prozent auf etwa 4,1 Millionen Fahrzeuge zurück. Konzernchef Oliver Blume nannte Zölle, geopolitische Spannungen und verschärften Wettbewerb als Herausforderungen. Westliche Hersteller werden zunehmend von chinesischen Konkurrenten verdrängt.
Sparpläne und Stellenabbau verschärft
Zur Gegensteuerung plant VW ein neues Sparpaket mit bis zu 100.000 potenziellen Stellenstreichungen weltweit – doppelt so viele wie mit der Gewerkschaft vereinbart. Zudem stehen vier Werke in Deutschland auf dem Prüfstand. Bislang haben 37.000 Beschäftigte Abfindungsvereinbarungen unterschrieben. Gewerkschaft und das Land Niedersachsen als Großaktionär lehnen die Pläne jedoch weiterhin ab.
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