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Wissen 02.02.2026, 15:11 Aktualisiert: 02.02.2026, 23:07

Forschende aus Gießen untersuchen das Gift des Ammen-Dornfingers

Der Ammen-Dornfinger ist die giftigste Spinne Deutschlands und kann schmerzhafte Bisse verursachen.

Wichtige Fakten

  • Der Ammen-Dornfinger ist die giftigste Spinne Deutschlands und kann schmerzhafte Bisse verursachen.
  • Forscher aus Gießen haben das Gift des Ammen-Dornfingers analysiert und dabei insbesondere Phospholipase A2 entdeckt.
  • Phospholipase A2 ist ein Enzym, das Zellstrukturen angreift und könnte in der Tumortherapie nützlich sein.
  • Die Spinne ist in warmen und trockenen Gebieten verbreitet, insbesondere durch den Klimawandel.
  • Verbreitungsgebiete in Deutschland umfassen Brandenburg, Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.
  • Der Ammen-Dornfinger ist nachtaktiv und bekannt für seine fürsorgliche Brutpflege.
In einer bahnbrechenden Studie haben Forschende aus Gießen das Gift des Ammen-Dornfingers, der giftigsten Spinne Deutschlands, genauer unter die Lupe genommen. Das Gift enthält Substanzen wie das Enzym Phospholipase A2, das potenziell in der Tumortherapie eingesetzt werden könnte, da es verschiedene Zelltypen angreift. Dieser Mechanismus könnte auch in der Gewebeschirurgie von Nutzen sein. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachjournal Communications Biology veröffentlicht. Zusätzlich zur wissenschaftlichen Bedeutung beleuchtet die Forschung auch das Verhalten der Spinne, insbesondere ihre ungewöhnliche Brutpflege. Der Klimawandel hat die Verbreitungsgebiete des Ammen-Dornfingers in Deutschland vergrößert, was die Möglichkeit von Begegnungen mit Menschen vor allem in hohem Gras erhöht. Die Entwicklung eines Medikaments gegen die Bisse der Spinne könnte in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

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