Götz George: Ein Schauspieler, der das deutsche Fernsehen prägte
Wichtige Fakten
- • Götz George starb vor zehn Jahren am 19. Juni 2016.
- • Als Schimanski im Tatort prägte er den neuen Kommissar-Typus.
- • Er gab dem Ruhrgebiet neues Selbstbewusstsein durch seine Rolle.
- • George war auch als Karl-May-Darsteller und in anspruchsvollen Rollen bekannt.
- • In Duisburg gibt es eine Horst-Schimanski-Gasse mit Bronzebüste.
Todestag von Götz George: Zehn Jahre ohne Schimanski
Vor zehn Jahren, am 19. Juni 2016, starb der Schauspieler Götz George im Alter von 77 Jahren an Krebs. Er hinterlässt ein einzigartiges Lebenswerk und gilt als einer der prägendsten deutschen Schauspieler. George verkörperte den Kommissar Horst Schimanski im Tatort des WDR und revolutionierte damit das deutsche Fernsehen. Mit seiner ruppigen Art, Flüchen und unkonventionellen Ermittlungsmethoden brach er mit dem traditionellen Kommissarbild. Die Figur wurde zur Identifikationsfigur für das Ruhrgebiet, das in den 1980er Jahren unter einem negativen Image litt.
Ein facettenreicher Schauspieler mit hohem Anspruch
Bereits vor Schimanski war Götz George ein erfolgreicher Schauspieler, etwa in Karl-May-Filmen oder als jungen Wilder im Film „Jacqueline“. Er spielte in anspruchsvollen Rollen wie dem Serienmörder Fritz Haarmann in „Der Totmacher“ oder dem Nazi-Arzt Josef Mengele. Zeit seines Lebens stand er im Schatten seines Vaters Heinrich George, des sogenannten „Jahrhundert-Schauspielers“, der im Dritten Reich mit den Nazis kollaboriert hatte. Götz George setzte sich – auch filmisch – mit dieser schwierigen Vergangenheit auseinander. Privat hielt er sich stets zurück; sein Tod wurde erst nach seinem Bekanntwerden zum öffentlichen Thema.
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