Gordon Schnieder: Der Sachliche aus der Eifel wird Ministerpräsident
Wichtige Fakten
- • Gordon Schnieder ist seit Mai 2026 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz.
- • Nach 35 Jahren stellt die CDU wieder den Regierungschef.
- • Schnieder ist 1975 geboren, stammt aus Birresborn, Vulkaneifel.
- • Er setzt auf sachlichen Politikstil ohne Polemik.
- • Das Bündnis mit der SPD sieht fünf Ministerien pro Seite vor.
Neuer Ministerpräsident setzt auf Kooperation
Gordon Schnieder ist neuer Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Der CDU-Politiker aus der Eifel beerbt Alexander Schweitzer (SPD) und bringt seine Partei nach 35 Jahren zurück an die Regierungsspitze. Der 51-Jährige machte im Wahlkampf vor allem durch Sachlichkeit von sich reden – persönliche Angriffe gegen den Kontrahenten blieben aus. Stattdessen fokussierte er auf Themen. Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte beschreibt ihn als „vertrauenswürdige Langeweile“, die beim Wähler ankomme.
Der Werdegang des Eifelaners
Schon mit 16 Jahren trat Schnieder in die Junge Union ein – inspiriert von der Kohl-Zeit und seinem Bruder Patrick, heute Bundesverkehrsminister. Nach Abitur, Bundeswehr und Studium der Finanzen engagierte er sich lokal: Ortsbürgermeister, Kreistagschef, schließlich Landtag. 2023 übernahm er den Fraktionsvorsitz von Christian Baldauf, 2024 den Landesvorsitz. Er einte die zerstrittene Partei.
Herausforderungen und Regierungsbildung
Der neue Regierungschef steht vor großen Aufgaben. Die Koalition mit der SPD, obwohl die CDU fünf Prozentpunkte besser abschnitt, sichert beiden Partnern fünf Ministerien. Kritik daran kommt aus den eigenen Reihen. Schnieder – Privatmann mit Hang zur Harmonie – setzt weiter auf Kompromisse. Der Familienvater wohnt mit seiner Familie im Elternhaus in Birresborn und pflegt einen bodenständigen Lebensstil.
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