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Inland 18.06.2026, 07:48

Hanson-Angriff auf Journalistin löst Empörung aus

Hanson nannte Guardian-Journalistin Sarah Martin bei einer Presseclub-Rede „trashy“. (14 Wörter)

Wichtige Fakten

  • Hanson nannte Guardian-Journalistin Sarah Martin bei einer Presseclub-Rede „trashy“. (14 Wörter)
  • Die Medienunion verurteilte den Angriff als „bitter, persönlich und unprofessionell“. (14 Wörter)
  • Albanese betonte die „wesentliche Rolle“ von Medien in der Demokratie. (12 Wörter)
  • Die Parlamentspresse wehrte sich gegen Androhung von Journalisten-Verboten. (13 Wörter)
  • Hanson forderte Schließung von SBS und Bezahlpflicht für ABC in Städten. (15 Wörter)

Hanson greift Journalistin an – scharfe Kritik

Pauline Hanson, Vorsitzende der rechten Partei One Nation, hat während ihrer Rede vor dem National Press Club in Canberra Sarah Martin, die leitende Australien-Korrespondentin des Guardian, persönlich attackiert. Hanson nannte Martin „trashy“ (minderwertig), nachdem diese über die Anstellung ihrer Tochter Lee Hanson beim One Nation-Senator Tasmaniens berichtet hatte. Die Journalistin hatte enthüllt, dass Lee Hanson ein steuerfinanziertes Gehalt von rund 150.000 Australischen Dollar erhält, obwohl sie in Tasmanien lebt und arbeitet.

Medien weltweit und national reagieren empört

Die Gewerkschaft Media, Entertainment and Arts Alliance (MEAA) verurteilte den Angriff als bitter, persönlich und unprofessionell. Auch das parlamentarische Pressekorps protestierte scharf: Solche Verbote würden das politische System schwächen. Premierminister Anthony Albaneses stellte sich klar hinter die Pressefreiheit: Parteiische Ausschlüsse von Medien seien völlig verfehlt. Die MEAA forderte Journalisten auf, sich solidarisch zu zeigen, wenn Kollegen von Politikern ins Visier genommen werden. Die Parlamentspresse warf Hanson vor, die grundlegende Aufgabe der Demokratie – die Kontrolle der Mächtigen – zu missachten.

Politische Fronten verhärten sich

Hanson hatte in derselben Rede gefordert, den Sender SBS abzuschaffen und die ABC für städtische Gebiete auf ein Bezahlmodell umzustellen. Beide Sender sowie Experten für Medienwissenschaften lehnen diese Forderungen scharf ab: Sie würden die Demokratiefähigkeit Australiens schwächen. Hanson bekräftigte im weiteren Verlauf, dass sie künftig den Guardian und die ABC von ihren Veranstaltungen ausschließen werde. Die Entscheidung stützt sich auf die wiederholte Kritik dieser Medien an ihrem Kurs.

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