HelloFresh kämpft mit massivem Umsatzrückgang nach Pandemie-Boom
Wichtige Fakten
- • Aktienkurs seit 2021 um 93% eingebrochen
- • Umsatz 2025 um über 11% auf 6,8 Mrd. Euro gesunken
- • 2024/25: 900 UK-Jobs gestrichen, Ausstieg aus Spanien/Italien
- • Erwarteter Umsatzrückgang 2026: bis zu 6%
- • In den USA fast 17% Umsatzverlust durch Produktionsprobleme
Umsatzeinbruch nach Corona-Hoch
Der deutsche Lebensmittel-Lieferdienst HelloFresh meldet einen deutlichen Umsatzrückgang nach dem Boom während der COVID-19-Pandemie. Der Aktienkurs des Unternehmens ist seit dem Höchststand 2021 um 93% gefallen. Im Jahr 2025 sank der Umsatz um mehr als 11% auf 6,8 Milliarden Euro, während die ausgelieferten Mahlzeiten um über 100 Millionen zurückgingen.
Kostensenkungen und Marktaustritte
HelloFresh reagierte mit einem Sparkurs: 2024 wurden 900 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich gestrichen und ein Standort in Nuneaton geschlossen. Zudem zog sich das Unternehmen aus den Märkten in Spanien und Italien zurück, da dort keine nachhaltige Profitabilität erreicht werden konnte. Die Mitarbeiterzahl sank von etwa 21.800 auf 19.000.
Prognose und Herausforderungen
Für 2026 erwartet HelloFresh einen weiteren Umsatzrückgang von bis zu 6%, insbesondere aufgrund von Produktionsproblemen in den USA, wo der Umsatz 2025 um fast 17% einbrach. CEO Dominik Richter betont, dass Kundenverhalten sich hin zu "echtem Essen" und höheren Qualitätsansprüchen verschiebt, während auch makroökonomische Unsicherheiten und Handelstariffs die Lage erschweren.
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