DAX knackt 24.000 Punkte: Märkte setzen auf Friedensabkommen zwischen USA und Iran
Wichtige Fakten
- • DAX knackte 24.000 Punkte und stieg zunächst um 0,9% auf 23.949 Punkte.
- • Ölpreise sanken deutlich: Brent um bis zu 3% auf 96,5 Dollar je Barrel.
- • US-Präsident Trump bestätigte erneute Kontaktaufnahme des Iran für eine Einigung.
- • US-Vizepräsident Vance spricht von echten Fortschritten in den Verhandlungen.
- • Anleger sehen Höhepunkt des Kriegs hinter sich und erwarten diplomatisches Endspiel.
DAX knackt 24.000-Punkte-Marke
Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sorgt für deutlichen Optimismus an den Börsen. Der DAX überwand kurz nach Handelsbeginn die Marke von 24.000 Punkten und stieg zunächst um 0,9 Prozent auf 23.949 Punkte. Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sieht in den erwarteten weiteren Gesprächsrunden eine Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen.
Diplomatische Fortschritte stützen Märkte
Nach Angaben der US-Regierung laufen trotz gescheiterter Friedensgespräche am Wochenende weiterhin Verhandlungen mit Teheran. US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass der Iran "heute Morgen angerufen" habe und eine Einigung erzielen wolle. US-Vizepräsident JD Vance sprach von echten Fortschritten in den Gesprächen, betonte jedoch, dass der Ball nun bei den Iranern liege.
Ölpreise reagieren auf Entspannungssignale
Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung lässt die Ölpreise deutlich sinken. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich am Morgen um bis zu rund drei Prozent auf 96,5 Dollar je Barrel. Analyst Tim Waterer von KCM Trade erklärte, dass Trump es trotz des Scheiterns der Friedensgespräche in Pakistan gelungen sei, den Preisauftrieb beim Öl zu bremsen, indem er ein mögliches Abkommen in Aussicht stellte.
Anleger erwarten diplomatisches Endspiel
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst bei der Consorsbank, sieht die Börsen in Richtung eines diplomatischen Endspiels statt einer neuen kriegerischen Eskalation bewegen. Die Sensibilität gegenüber Nachrichten und Wendungen im Konflikt nehme ab, und Anleger würden den Höhepunkt des Kriegs hinter sich sehen. Ein Friedensabkommen würde zudem die Straße von Hormus öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg.
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