Humanitäre Krise im Südsudan verschärft sich
Wichtige Fakten
- • Südsudan gilt als gefährlichster Ort für humanitäre Helfer mit 350 Angriffen im letzten Jahr.
- • Rund 1,3 Millionen Menschen leiden unter extremem Nahrungsmittelmangel und akuter Mangelernährung.
- • Hunderttausende sind auf der Flucht vor Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Opposition.
- • Humanitäre Hilfe wird durch Zugangsprobleme und reduzierte Hilfsgelder erschwert.
- • Beobachter fürchten ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs nach dem Prozess gegen Oppositionsführer Machar.
Humanitäre Notlage und Gewalt
Der Südsudan erlebt eine schwere humanitäre Krise, mit rund 1,3 Millionen Menschen, die unter extremem Nahrungsmittelmangel und akuter Mangelernährung leiden, darunter etwa zwei Millionen unterernährte Kinder. Hunderttausende sind auf der Flucht vor jüngsten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und der Opposition, während Gewalt gegen humanitäre Helfer zunimmt – im vergangenen Jahr wurden 350 Angriffe registriert, was den Südsudan zu einem der gefährlichsten Orte für Hilfskräfte macht.
Zugangsprobleme und reduzierte Hilfe
Humanitäre Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen und das UN-Welternährungsprogramm berichten von anhaltenden Zugangsproblemen, Flugverboten und verzögerten Genehmigungen, die ihre Arbeit behindern. Dies verschärft sich durch reduzierte Hilfsgelder, sowohl von der US-Regierung als auch von europäischen Ländern wie Deutschland, was die Versorgung der notleidenden Bevölkerung zusätzlich gefährdet.
Politische Instabilität und Eskalationsrisiko
Die politische Lage ist instabil: Nach dem Zerfall der Einheitsregierung zwischen Präsident Salva Kiir und Vizepräsident Riek Machar, der nun wegen Hochverrats vor Gericht steht, droht ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs. Beobachter warnen, dass der Konflikt in einen offenen Krieg zurückrutschen könnte, was die Gewalt gegen Zivilisten erhöhen und die humanitäre Katastrophe weiter vertiefen würde.
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