Infineon eröffnet Chipfabrik in Dresden als Meilenstein für Europa
Wichtige Fakten
- • Infineon investierte 5 Milliarden Euro in die neue Fabrik in Dresden.
- • Die EU fördert das Projekt mit 920 Millionen Euro im Rahmen des European Chips Act.
- • Die Fabrik wird drei Monate früher als geplant in Betrieb genommen.
- • In der Smart Power Fab entstehen Chips für KI, E-Autos und erneuerbare Energien.
- • Es entstehen 1.000 neue Arbeitsplätze in Dresden.
Infineon eröffnet hochmoderne Chipfabrik in Dresden
Der Chiphersteller Infineon hat in Dresden ein neues Werk für Halbleiter in Betrieb genommen. Die sogenannte „Smart Power Fab“ kostete rund fünf Milliarden Euro und gilt nach Unternehmensangaben als eine der modernsten Produktionsstätten ihrer Art weltweit. Bereits drei Jahre nach dem Spatenstich im Frühjahr 2023 wird die Fabrik drei Monate früher als ursprünglich geplant eröffnet. Die Produktion soll auf 300-Millimeter-Wafern Chips für die Energiesteuerung herstellen, insbesondere für KI-Rechenzentren, Windräder, Solaranlagen sowie Elektroautos und Industrieanlagen.
Förderung durch den European Chips Act und Zweifel an Subventionen
Das Milliardenprojekt wird durch den European Chips Act der EU gefördert, die 920 Millionen Euro beisteuert. Auch die Bundesregierung und der Freistaat Sachsen beteiligen sich an den Subventionen, um die Abhängigkeit von Chip-Importen zu reduzieren. Dennoch äußert der stellvertretende Leiter des Dresdner ifo-Instituts, Joachim Ragnitz, Zweifel an der Angemessenheit der Förderhöhe, da die Unternehmen auch ohne solche Subventionen Gewinne erzielen könnten. Die Industrie verweist auf die massiven Investitionen Chinas und der USA. Die Fabrik wird zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben und schafft 1.000 neue Arbeitsplätze.
Dresden als Zentrum der europäischen Chipindustrie
Mit der Erweiterung baut Dresden seine Position als größter Chipstandort Europas aus. Die Region „Silicon Saxony“ zieht Fachkräfte aus aller Welt an. Bereits im kommenden Jahr soll eine weitere Fabrik des taiwanischen Herstellers TSMC in Betrieb gehen – ein weiterer Meilenstein für die europäische Halbleiterindustrie.
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