EU fördert eigene KI-Chips: Abhängigkeit von Taiwan bleibt hoch
Wichtige Fakten
- • Taiwan stellt rund 90 Prozent der modernsten KI-Chips her.
- • Taiwans Wirtschaft wächst 2026 um zehn Prozent, stärkster Wert seit 16 Jahren.
- • Die EU will Rechenzentren-Kapazität in fünf bis sieben Jahren verdreifachen.
- • Der US-Konzern Nvidia investiert jährlich 150 Milliarden Dollar in Taiwan.
- • EU-Marktanteil bei Halbleitern stieg von acht auf elf Prozent, Ziel: 20 Prozent.
Taiwans dominante Rolle in der KI-Chip-Produktion
Rund 90 Prozent der modernsten KI-Chips werden in Taiwan gefertigt. Der US-Chiphersteller Nvidia hat auf der Computex seinen neuen 'RTX-Spark'-Prozessor vorgestellt, der in Taiwan hergestellt wird und KI-Anwendungen auf dem heimischen PC ermöglichen soll. Taiwans Wirtschaft profitiert massiv: Für 2026 wird ein Wachstum von zehn Prozent erwartet – das stärkste seit 16 Jahren. Allein Nvidia plant jährlich 150 Milliarden Dollar in Taiwan zu investieren.
Europas Bemühungen um mehr Unabhängigkeit
Die EU versucht mit einem neuen Anlauf ihres Chips-Gesetzes die Abhängigkeit zu reduzieren. Statt Angebotssubventionen liegt der Fokus nun auf der Nachfrage: Behörden und Firmen sollen bevorzugt 'Made in Europe'-Chips kaufen. Geplant ist zudem eine Verdreifachung der Rechenzentren-Kapazität in den nächsten fünf bis sieben Jahren. Der EU-Marktanteil bei Halbleitern stieg von acht auf elf Prozent, das Ziel von 20 Prozent bis 2030 ist jedoch noch fern. Experten betonen, dass Europa in der Lieferkette bei Maschinen stark ist, aber bei Hochleistungschips weiterhin von Taiwan abhängt.
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