Internationaler Schlag gegen Online-Netzwerke: Ermittler zerschlagen Missbrauchsringe
Wichtige Fakten
- • 274 neue Spuren bei Operation gegen Missbrauchs-Netzwerke.
- • 156 mutmaßliche Opfer und Täter identifiziert.
- • Neun Länder beteiligt, Leitung durch Deutschland und Großbritannien.
- • Bisher 57 Festnahmen, 158 Opfer in Sicherheit gebracht.
Internationale GroKooperation gegen Missbrauchs-Netzwerke
Internationale Ermittler sind erstmals gezielt gegen Online-Netzwerke von Männern vorgegangen, die ihre Partnerinnen betäuben und sexuell missbrauchen. Die koordinierte Aktion im Juni 2026 führte zu 274 neuen Spuren, 156 identifizierten mutmaßlichen Opfern und Tätern sowie 57 Festnahmen. Europol koordinierte den Einsatz, der unter dem Namen „Projekt Medusa“ läuft. Deutsche und britische Behörden hatten die Leitung, das Bundeskriminalamt und das Hamburger Landeskriminalamt waren maßgeblich beteiligt.
Täter tauschten sich in Chatgruppen aus
Die Täter missbrauchten ihre Opfer häufig nach Betäubung mit Medikamenten und Alkohol, teilten Videos auf Pornoplattformen und in frauenfeindlichen Chatgruppen. Dabei informierten sie sich auch über die Wirksamkeit von Drogen. Vier solcher Netzwerke wurden zerschlagen. Das BKA betont, dass die Betäubung lebensbedrohlich sein kann und viele Opfer sich nicht an die Taten erinnern. Insgesamt wurden 158 Opfer in Sicherheit gebracht.
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