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Wirtschaft 01.03.2026, 07:00 Aktualisiert: 01.03.2026, 15:03

Investoren setzen auf 'Halo'-Unternehmen als Schutz vor KI-Disruption

Goldman Sachs: 'Halo'-Firmen (Heavy Assets, Low Obsolescence) seit 2025 um 35% stärker als kapitalleichte Unternehmen.

Wichtige Fakten

  • Goldman Sachs: 'Halo'-Firmen (Heavy Assets, Low Obsolescence) seit 2025 um 35% stärker als kapitalleichte Unternehmen.
  • FTSE 100 und Stoxx 600 erreichen Rekordstände durch Rotation in Energie, Infrastruktur und Materialien.
  • Beispiele: Versorgungsunternehmen, Pipelines, Transportinfrastruktur, kritische Maschinen und langzyklische Industriekapazitäten.
  • Software- und datenfokussierte Unternehmen geraten unter Druck durch KI-bedingte Umsatzrisiken.

Marktrotation zu werthaltigen Assets

Investoren verschieben ihr Kapital zunehmend in sogenannte 'Halo'-Unternehmen, die durch hohe Sachanlagen und geringe Veralterungsrisiken gekennzeichnet sind. Laut Goldman Sachs hat ein Korb von über 100 kapitalintensiven Firmen seit 2025 eine um 35% bessere Performance als vergleichbare kapitalleichte Unternehmen erzielt. Diese 'Heavy Assets, Low Obsolescence'-Strategie zielt darauf ab, sich vor möglichen Disruptionen durch Künstliche Intelligenz abzusichern.

Rekordstände in Europa

Die Rotation aus US-Technologieaktien in europäische Infrastruktur- und Energieunternehmen trieb den FTSE 100 und den pan-europäischen Stoxx 600 auf Rekordhöhen. Der FTSE 100 verzeichnete im Februar sein stärkstes Monat seit November 2022, unterstützt von Energie- und Bergbauwerten. Beispiele für outperformende 'Halo'-Firmen sind der Öltanker-Reeder Frontline (+57% im Jahr) und Kongsberg Gruppen (+46% seit Januar), die Hochtech-Systeme für Marine und Energie liefert.

Definition und Beispiele

Goldman Sachs definiert 'Halo'-Geschäftsmodelle durch substanzielle physische Assets mit langfristiger wirtschaftlicher Relevanz, wie Stromnetze, Pipelines, Versorger, Transportinfrastruktur und kritische Maschinen. Analysten betonen, dass Investoren zunehmend Zuverlässigkeit statt Wachstumsexzitement bezahlen, was regulierte Netzbetreiber und Versorgungsunternehmen begünstigt. Gleichzeitig geraten Software- und datenfokussierte Unternehmen unter Druck, da KI-Dienste ihre Umsatzmodelle bedrohen.

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