Sizilianische Behörden entziehen Strandkonzession nach Mafia-Verdacht
Wichtige Fakten
- • Regionalbehörden widerriefen Konzession für Italo Belga nach fast 100 Jahren.
- • Subunternehmer GM Edil hatte familiäre Verbindungen zur Cosa Nostra.
- • Italo Belga bestreitet Wissen über Mafia-Verbindungen und erwägt Rechtsmittel.
- • Strand war zuletzt nur noch eingeschränkt öffentlich zugänglich.
- • Stadt Palermo muss über neue Ausschreibung oder vollständige Öffnung entscheiden.
Konzessionsentzug nach Mafia-Verdacht
Die sizilianischen Regionalbehörden haben die Konzession für den berühmten Mondello Beach in Palermo nach fast 100 Jahren widerrufen. Grund ist das Risiko der Infiltration durch organisierte Kriminalität, nachdem bekannt wurde, dass ein Subunternehmer der Betreiberfirma Italo Belga familiäre Verbindungen zur Cosa Nostra hatte. Die Behörden sahen in der Vergabe an dieses Unternehmen eine "systematische Bereitschaft, Personen in der Nähe der Mafia zu beschäftigen".
Reaktionen und Hintergrund
Italo Belga bestreitet, von den Mafia-Verbindungen gewusst zu haben, und kündigte an, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen. Der regionale Abgeordnete Ismaele La Vardera, der die Verbindungen aufdeckte und seitdem unter Polizeischutz steht, begrüßte den Schritt als Sieg des Rechtsstaats. Der Fall fällt in eine Zeit wachsender Unzufriedenheit in Italien über hohe Preise an privaten Stränden, die zuletzt zu Besucherrückgängen führten.
Ungewisse Zukunft des Strands
Die Stadt Palermo muss nun entscheiden, ob sie eine neue Ausschreibung für die Strandbewirtschaftung startet oder den Mondello Beach vollständig der Öffentlichkeit zugänglich macht. Bisher waren nur kleine Teile des Strands außerhalb der Hauptsaison öffentlich nutzbar, was zu Kritik von Anwohnern und Touristen führte.
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