Iran-Krieg beschleunigt Energiewende in Asien
Wichtige Fakten
- • Ölimporte Asiens brachen im April um 30 Prozent ein.
- • Solarausbau in Pakistan verdoppelte sich 2024 auf 17 GW.
- • China exportierte im März Clean-Tech für 26 Mrd. Dollar.
- • ADB kündigt 70 Mrd. Dollar für Pan-Asia Power Grid an.
- • Kohlekraftwerke laufen länger, um Gasknappheit auszugleichen.
Krise durch Iran-Krieg
Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus haben die Energieversorgung vieler asiatischer Länder schwer getroffen. Besonders betroffen sind Staaten wie die Philippinen, Pakistan, Bangladesch und Sri Lanka, die stark von Öl- und Gasimporten abhängen. Die Ölimporte Asiens brachen im April um rund 30 Prozent ein, auch die Gaslieferungen gingen deutlich zurück. Notmaßnahmen wie Energienotstand und Stromsparmaßnahmen wurden eingeführt.
Beschleunigte Energiewende
Die Krise beschleunigt jedoch die Energiewende in der Region. Länder wie Indonesien treiben den Solarausbau massiv voran, Pakistan importierte 2024 Solarmodule mit einer Nennleistung von 17.000 Megawatt. Auch Vietnam und Malaysia setzen verstärkt auf erneuerbare Energien und Elektromobilität. Kohlekraftwerke laufen allerdings länger, um die Gasknappheit zu kompensieren, und Atomkraft wird wieder diskutiert.
Netzausbau und China als Gewinner
Ein massiver Netzausbau ist nötig, um schwankende Einspeisung zu bewältigen. Die Asiatische Entwicklungsbank kündigte ein 70-Milliarden-Dollar-Programm für ein grenzüberschreitendes Stromnetz an. Größter Profiteur ist China, dessen Exporte von Solarmodulen, Batterien und E-Autos sprunghaft steigen. Die Washington Post bezeichnete China als größten Nutznießer der Krise.
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