Neue Eskalation: Iran und Israel liefern sich ersten Schlagabtausch seit Waffenruhe
Wichtige Fakten
- • Iran feuerte 11 ballistische Raketen auf Israel ab.
- • Israel griff militärische Einrichtungen und petrochemische Anlagen im Iran an.
- • Hisbollah und Huthi-Miliz griffen Israel ebenfalls an.
- • Huthi droht mit kompletter Blockade der Seefahrt im Roten Meer.
- • Trump forderte Netanjahu erfolglos zum Verzicht auf Vergeltung auf.
- • Ölpreis stieg um über fünf Prozent auf knapp 98 Dollar.
Erneute Direktangriffe zwischen Iran und Israel
Erstmals seit Beginn der Waffenruhe im April haben sich Iran und Israel wieder direkt mit Raketen bekämpft. In der Nacht zum 8. Juni 2026 feuerte Teheran nach israelischen Angaben elf ballistische Raketen auf Israel ab, die größtenteils abgefangen wurden; eine 79-Jährige wurde in einem Schutzraum verletzt. Israel antwortete mit Vergeltungsschlägen auf militärische Einrichtungen und petrochemische Anlagen im Westen und Zentrum Irans. In Teheran, Täbris und Isfahan waren Explosionen zu hören; Wohngebiete wurden laut iranischem Staatsfernsehen nicht getroffen. Der Unterricht in ganz Israel wurde für Montag abgesagt. Iran begründete die Angriffe mit „wiederholten Verstößen“ Israels gegen die Waffenruhe im Libanon, nachdem Israel Vororte von Beirut angegriffen hatte.
Hisbollah und Huthi greifen ein – Drohung mit Blockade
Parallel zu den direkten Angriffen weiteten die iranischen Verbündeten ihre Aktivitäten aus: Die Hisbollah feuerte erneut Raketen auf Nordisrael ab, nachdem israelische Luftschläge gegen Beiruter Vororte die bereits brüchige Waffenruhe verschärft hatten. Die Huthi-Miliz griff Israel erstmals seit April wieder mit Raketen an und kündigte eine „komplette Blockade“ des Roten Meeres für israelische Schiffe an. Jordanien meldete erneut Raketentrümmer in Irbid; Kuwait und Bahrain wurden beschossen, ein Passagier kam in Kuwait ums Leben. Der Irak und Syrien sperrten temporär ihren Luftraum. Die Golfstaaten fürchten eine Wiederholung der iranischen Angriffe aus dem Vorjahr.
Trump setzt sich in Telefonat nicht durch – Ölpreis steigt
US-Präsident Donald Trump hatte Israels Premier Netanjahu in einem Telefonat zuvor gedrängt, von Vergeltungsschlägen abzusehen, um die Verhandlungen mit Iran nicht zu gefährden. Netanjahu setzte sich darüber hinweg; Trump reagierte auf Truth Social mit der Forderung, beide Seiten müssten sofort aufhören. Die EU rief zur Deeskalation auf. Der Ölpreis zog als Reaktion kräftig an: Brent-Öl kostete zeitweise fast 98 Dollar pro Barrel. Die IATA senkte ihre Gewinnprognose für die Luftfahrtbranche wegen der anhaltenden Krise massiv. Iran warnte vor einem Scheitern der Gespräche mit Washington.
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