Island weist Walfang-Gegner nach Küstenwache-Einsatz aus
Wichtige Fakten
- • Island stürmte Schiff der Walfang-Gegner und nahm Crew fest.
- • Aktivisten dokumentierten 30+ Tötungen von Finnwalen.
- • Regierung verfügt Ausweisung und zweijähriges Einreiseverbot.
- • Walfangquote erlaubt bis September 150 Finnwale zu töten.
- • Umfragen: Nur Minderheit der Isländer unterstützt Walfang.
Islands Walfang-Konflikt erreicht neuen Höhepunkt
Island hat nach einem spektakulären Einsatz der Küstenwache alle 21 Besatzungsmitglieder des Anti-Walfang-Schiffs "Bandero" des Landes verwiesen. Die Crew, die zur Captain Paul Watson Foundation gehört, hatte versucht, die Wiederaufnahme der Finnwaljagd zu verhindern. Nach tagelanger Festsetzung in Reykjavik ordneten die Behörden die Ausweisung an und verhängten ein mindestens zweijähriges Wiedereinreiseverbot.
Kontroversen um Vorgehen und Walfangquote
Kameramann Florian Lohoff beschreibt die Stürmung als zunächst beängstigend, aber letztlich friedlich. Die Aktivisten kritisieren, dass sie Handys abgeben mussten und Dokumente nur auf Isländisch vorgelegt wurden. Die Behörden rechtfertigten das harte Vorgehen mit mangelnder Kooperation. Nach isländischer Fangquote dürfen bis Saisonende im September rund 150 Finnwale erlegt werden, obwohl alle Umfragen eine sinkende gesellschaftliche Unterstützung für den Walfang zeigen. Das Vorgehen Islands dürfte international für breite Diskussionen sorgen.
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