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Politik 18.05.2026, 12:27 Aktualisiert: 18.05.2026, 15:03

Israel kapert Gaza-Hilfsflotte auf hoher See

Israelische Kommandos enterten Boote 250 Seemeilen vor Gaza.

Wichtige Fakten

  • Israelische Kommandos enterten Boote 250 Seemeilen vor Gaza.
  • Mindestens 420 Aktivisten aus 39 Ländern beteiligt.
  • Netanjahu lobte die Aktion als 'Eindämmung einer Provokation'.
  • Israel blockiert Seezugang zu Gaza seit Hamas-Angriff 2023.
  • Türkei verurteilte die Intervention als 'Piraterie'.

Israelisches Kommando stoppt Hilfsflotte

Pro-palästinensische Aktivisten berichten, dass israelische Streitkräfte eine Flottille mit über 50 Booten auf hoher See westlich von Zypern abgefangen haben. Die Global Sumud Flotilla (GSF) erklärte, die Schiffe würden etwa 250 Seemeilen vor Gaza geentert, was sie als 'illegale Aggression auf hoher See' bezeichnete. Ein Videostream zeigte Kommandos, die mehrere Boote enteriten.

Internationale Reaktionen

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu lobte den Einsatz als 'Eindämmung eines bösartigen Plans, die Isolation von Hamas-Terroristen zu brechen'. Die Türkei verurteilte die Aktion als 'Piraterie'. Zuvor hatte Israel bereits 21 Boote derselben Flottille abgefangen und 181 Aktivisten festgenommen.

Hilfsbedarf in Gaza

Die Aktivisten wollen Hilfsgüter nach Gaza bringen, wo trotz einer Waffenruhe die humanitäre Lage schlecht ist. Die israelische Regierung argumentiert, Gaza sei 'mit Hilfsgütern überflutet'. Die UNO berichtet jedoch von anhaltenden Defiziten bei Wasser, Abfallentsorgung und medizinischer Versorgung.

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