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International 12.03.2026, 10:12 Aktualisiert: 12.03.2026, 15:37

UN-Sicherheitsrat verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten - Ölpreise steigen

UN-Sicherheitsrat fordert mit 13:0 Stimmen Ende der iranischen Angriffe auf Golfstaaten.

Wichtige Fakten

  • UN-Sicherheitsrat fordert mit 13:0 Stimmen Ende der iranischen Angriffe auf Golfstaaten.
  • Iranische Attacken zielen auf Energie-Infrastruktur: Tanklager, Ölfelder und Schiffe wurden getroffen.
  • Ölpreise steigen stark - Iran droht mit 200 Dollar pro Barrel bei Fortsetzung der Kämpfe.
  • Israel startete neue großangelegte Angriffswelle gegen iranische Infrastruktur.
  • Russland und China enthielten sich bei UN-Abstimmung, verzichteten auf ihr Veto.

Internationale Reaktion auf iranische Angriffe

Der UN-Sicherheitsrat hat mit überwältigender Mehrheit von 13 zu 0 Stimmen eine Resolution verabschiedet, die Iran zum sofortigen Ende seiner Angriffe auf die Golfstaaten auffordert. Die Resolution verurteilt ausdrücklich die völkerrechtswidrigen Attacken auf Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien. Bemerkenswert ist, dass Russland und China, traditionelle Verbündete Teherans, sich der Stimme enthielten und nicht von ihrem Veto Gebrauch machten. Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani kritisierte die Resolution scharf als "voreingenommen und politisch motiviert" und warf den USA und Israel vor, die Rollen von Opfer und Angreifer umkehren zu wollen.

Eskalation der Energiekrise

Iran setzt seine Angriffe auf die Energie-Infrastruktur in der Golfregion fort und hat damit eine ernste Energiekrise ausgelöst. In Bahrain wurden Treibstofflager nahe des internationalen Flughafens getroffen, während im Oman Treibstofftanks im Hafen von Salala von Drohnen attackiert wurden. Saudi-Arabien meldete den Abschuss mehrerer Drohnen, die sich auf Kurs zu Ölfeldern befanden. Besonders gravierend: Zwei Öltanker vor der irakischen Küste wurden beschädigt, wobei mindestens ein Besatzungsmitglied ums Leben kam. Iran droht explizit mit Ölpreisen von 200 Dollar pro Barrel und erklärt alle Tanker, die für die USA, Israel oder deren Partner bestimmt sind, zu legitimen Zielen.

Strategische Entwicklungen und humanitäre Folgen

Die israelischen Streitkräfte haben eine neue, "großangelegte Angriffswelle" gegen iranische Infrastruktur gestartet, während die USA ihre militärischen Operationen fortsetzen. Die humanitären Folgen des Konflikts sind verheerend: Nach UN-Angaben wurden bereits 1.300 Menschen getötet und 17.000 verletzt, während bis zu 3,2 Millionen Iraner vorübergehend vertrieben wurden. Die Straße von Hormus, durch die normalerweise 20 Prozent des weltweiten Öltransports fließen, ist de facto gesperrt, was den Welthandel schwer beeinträchtigt. Die G7-Staaten kündigten an, Öltanker mit Kriegsschiffen zu eskortieren, doch diese Maßnahmen werden voraussichtlich noch Wochen benötigen.

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