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International 05.04.2026, 07:53 Aktualisiert: 05.04.2026, 18:02

Israelische Anti-Kriegsproteste trotz Raketenalarm - Eskalation im Libanon und neue Trump-Drohungen

Polizei löste Anti-Kriegsdemonstration in Tel Aviv mit etwa 1.000-2.000 Teilnehmern gewaltsam auf

Wichtige Fakten

  • Polizei löste Anti-Kriegsdemonstration in Tel Aviv mit etwa 1.000-2.000 Teilnehmern gewaltsam auf
  • Mindestens 17 Festnahmen und Beschlagnahmung von Ausrüstung bei der Auflösung der Demonstration
  • Im Südlibanon starben mindestens sieben Menschen bei israelischen Luftangriffen am Ostersonntag
  • Trump droht Iran mit Angriffen auf Infrastruktur, falls Straße von Hormuz nicht bis Dienstag geöffnet wird
  • Iranische Drohnen trafen kuwaitische Ölinfrastruktur und verursachten schwere materielle Schäden

Proteste trotz Raketenalarm

In mehreren israelischen Städten, darunter Tel Aviv, Haifa und Jerusalem, demonstrierten Hunderte Menschen gegen den Krieg mit dem Iran. In Tel Aviv wurde eine Versammlung mit etwa 1.000-2.000 Teilnehmern von der Polizei gewaltsam aufgelöst, nachdem die erlaubte Teilnehmerzahl von ursprünglich 150 auf 600 durch ein Gericht erhöht worden war. Dabei gab es mindestens 17 Festnahmen und Beschlagnahmungen von Ausrüstung. Trotz eines Raketenalarms setzten einige Demonstranten ihre Proteste in nahegelegenen Schutzräumen fort.

Eskalation im Libanon

Die Kämpfe im Libanon verschärfen sich weiter. Am Ostersonntag starben im Südlibanon mindestens sieben Menschen bei israelischen Luftangriffen, darunter eine vertriebene Familie. In Beirut trafen israelische Angriffe Einrichtungen der Hisbollah, wobei vier Tote und 39 Verletzte gemeldet wurden. Die Hisbollah-Miliz setzte ihren Beschuss Nordisraels fort und beanspruchte einen Raketenangriff auf ein israelisches Kriegsschiff für sich. In der Küstenstadt Tyros halten nur noch etwa 30.000 von ursprünglich 200.000 Einwohnern aus, obwohl Israels Armee zur Evakuierung aufgerufen hat.

Neue Drohungen und Infrastrukturangriffe

US-Präsident Donald Trump drohte Iran mit weiteren Angriffen auf Energie- und Transportinfrastruktur, falls die Straße von Hormuz nicht bis Dienstagabend (Ortszeit) geöffnet wird. In einer sozialen Medien-Nachricht verwendete Trump obszöne Sprache und bezog sich auf Allah, was vom Council on American-Islamic Relations als "wahnsinnige Verspottung des Islam" verurteilt wurde. Iran verlangt unterdessen Kriegsschadensersatz via Transitgebühren für eine Wiedereröffnung. Parallel trafen iranische Drohnen kuwaitische Ölinfrastruktur, verursachten schwere Schäden und lösten Brände aus. Die OPEC+ einigte sich symbolisch auf eine Erhöhung der Ölförderung, die jedoch praktisch wirkungslos bleibt, solange die Straße von Hormuz blockiert ist.

Internationale Reaktionen und Vermittlungsbemühungen

Demokratische US-Politiker wie Senator Bernie Sanders verurteilten Trumps Äußerungen als "gefährlich und geistig unausgeglichen". Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte Besorgnis, dass ein langer Iran-Krieg die US-Unterstützung für die Ukraine reduzieren könnte. Oman und Iran führten Gespräche über Optionen für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz, während Ägypten weiterhin internationale Vermittlungsbemühungen zur Deeskalation der Region koordiniert.

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