Italiens rechter Rand wächst: General Vannacci fordert Meloni heraus
Wichtige Fakten
- • Roberto Vannacci gründete die rechte Partei „Futuro Nazionale“.
- • Sein Buch „Verkehrte Welt“ enthielt schwulen- und ausländerfeindliche Aussagen.
- • Vannacci überholte die Lega in Umfragen mit fast sechs Prozent.
- • Er fordert „Remigration“ und ein „Italien nur für Italiener“.
- • Im Europaparlament sitzt Vannacci mit der AfD in einer Fraktion.
Rechtspopulist Vannacci auf dem Vormarsch
In Italien etabliert sich mit Roberto Vannacci ein neuer, radikalerer Akteur am rechten Rand. Der pensionierte General, der durch ein selbstverlegtes Buch mit homophoben und fremdenfeindlichen Inhalten bekannt wurde, hat die Partei „Futuro Nazionale“ (Nationale Zukunft) gegründet und liegt in Umfragen bei fast sechs Prozent – damit hat er die Lega von Matteo Salvini überholt.
Melonis Politik als Nährboden
Beobachter sehen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni als Wegbereiterin für Vannacci. Ihre Politik und Sprache hätten Positionen normalisiert, die früher als untragbar galten, sodass nun Platz für noch radikalere Kräfte sei. Vannacci wirft Meloni und Salvini vor, sich vom wahren rechten Kurs entfernt zu haben, und versteht sich als „Sextant“, der die Rechte wieder auf ihren richtigen Kurs bringt.
Europaweite Vernetzung
Vannacci sucht die Nähe zur deutschen AfD, mit der er seit Februar 2026 im Europaparlament in einer Fraktion sitzt. Journalisten und Politologen raten, Vannacci ernst zu nehmen und sehen in ihm das Potenzial für einen dauerhaften Einfluss auf die italienische Politik.
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