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International 17.02.2026, 09:47 Aktualisiert: 17.02.2026, 18:04

Jesse Jackson verstorben: Tribüten für einen Bürgerrechts-Ikonen

Jesse Jackson starb friedlich im Kreis seiner Familie im Alter von 84 Jahren.

Wichtige Fakten

  • Jesse Jackson starb friedlich im Kreis seiner Familie im Alter von 84 Jahren.
  • Er war ein enger Weggefährte Martin Luther Kings und Zeuge dessen Ermordung 1968.
  • Jackson kandidierte 1984 und 1988 als erster ernsthafter Schwarzer für die Präsidentschaft.
  • Er gründete Operation PUSH zur Bekämpfung von Diskriminierung und für wirtschaftliche Gerechtigkeit.
  • Politische Führungskräfte wie Kamala Harris und Joe Biden würdigten sein Lebenswerk.

Der Tod eines Bürgerrechts-Pioniers

Der US-amerikanische Bürgerrechtler, Politiker und Pastor Jesse Jackson ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Nach Angaben seiner Familie starb er friedlich im Kreise seiner Angehörigen. Jackson, der seit Jahren mit gesundheitlichen Problemen kämpfte – 2017 gab er eine Parkinson-Diagnose bekannt –, war eine zentrale Figur der Bürgerrechtsbewegung seit den 1960er Jahren. Seine Familie würdigte ihn in einer Erklärung als Inspiration für Millionen Menschen durch seinen unerschütterlichen Glauben an Gerechtigkeit, Gleichheit und Liebe.

Lebenswerk und politisches Erbe

Jackson engagierte sich bereits als Jugendlicher gegen Rassentrennung und wurde ein enger Vertrauter von Martin Luther King Jr., bei dessen Ermordung 1968 er anwesend war. Nach Kings Tod führte er dessen Arbeit fort, gründete 1971 die Organisation "People United to Save Humanity" (Operation PUSH) in Chicago, die sich gegen Diskriminierung und für wirtschaftliche Initiativen Schwarzer Gemeinden einsetzte. Später erweiterte er dies zur Rainbow Push Coalition, die eine breite progressive Allianz aus verschiedenen Minderheiten und Aktivisten umfasste.

Historische Präsidentschaftskampagnen und bleibender Einfluss

Jackson kandidierte 1984 und 1988 als erster ernstzunehmender Schwarzer Politiker für die demokratische Präsidentschaftsnominierung. Obwohl er nicht gewann, ebnete er damit den Weg für spätere Kandidaten wie Barack Obama und inspirierte Millionen. 2000 erhielt er die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Bis ins hohe Alter blieb er eine moralische Stimme, die sich gegen Rassismus und soziale Ungleichheit aussprach, unter anderem während der Black-Lives-Matter-Bewegung.

Würdigungen aus der Politik

Nach der Todesnachricht erhielt Jackson zahlreiche Tribüten von politischen Führungskräften. Vizepräsidentin Kamala Harris nannte ihn "einen der größten Patrioten Amerikas", der Stimmlosen eine Stimme gab. Präsident Joe Biden würdigte ihn als "Mann Gottes und des Volkes", der unermüdlich für die Seele der Nation kämpfte. Auch Bürgerrechtler wie Al Sharpton und Bernice King, die Tochter Martin Luther Kings, betonten seinen transformativen Einfluss und seine Rolle als Brückenbauer zwischen Generationen.

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