JM Coetzee sagt Teilnahme an Jerusalemer Literaturfestival ab und wirft Israel Genozid in Gaza vor
Wichtige Fakten
- • JM Coetzee lehnte Einladung zum Jerusalemer Schriftstellerfestival ab.
- • Coetzee wirft Israel 'genozidale Kampagne' in Gaza vor.
- • Er war früher Israel-Unterstützer, nannte die Aktionen 'Vernichtungskampagne'.
- • Festivaldirektorin zeigte sich 'schockiert' über Coetzees Reaktion.
- • Coetzee erhielt 1987 den Jerusalem-Preis und kritisierte Apartheid.
JM Coetzee, Literaturnobelpreisträger, hat eine Einladung zum Jerusalem International Writers Festival abgelehnt. In einem Brief an die Festivalleitung begründete er seine Entscheidung mit Israels 'genozidaler Kampagne' im Gaza-Streifen, die seit dem 7. Oktober 2023 andauere. Coetzee, der sich selbst als ehemaligen Unterstützer Israels bezeichnete, erklärte, die 'Vernichtungskampagne' habe seine Haltung geändert und es werde Jahre dauern, bis Israel seinen Ruf wiederherstellen könne.
Der 86-jährige Autor, bekannt für seine Romane und den Friedensnobelpreis, besuchte Israel zuletzt 1987, um den Jerusalem-Preis entgegenzunehmen. Damals nutzte er seine Rede, um gegen die Apartheid in Südafrika zu protestieren. Die Festivaldirektorin Julia Fermentto-Tzaisler zeigte sich 'schockiert' über den 'besonders harten' Antwortbrief. Sie appellierte an Coetzee, sie im Kampf zu unterstützen, fand aber kein Gehör.
Eine UN-Untersuchungskommission sowie Amnesty International haben Israels Vorgehen im Gaza-Krieg als genozidal verurteilt. Kritiker werfen Israel vor, gezielt zivile Infrastruktur zu zerstören und humanitäre Hilfe zu blockieren. Das Festival hat in der Vergangenheit prominente Autoren wie Margaret Atwood und Salman Rushdie empfangen.
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