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International 08.04.2026, 15:00

Kamerun bestätigt Todesfälle von Bürgern als Söldner in der Ukraine

Kamerun bestätigte 16 Todesfälle von Bürgern als Söldner für Russland in der Ukraine.

Wichtige Fakten

  • Kamerun bestätigte 16 Todesfälle von Bürgern als Söldner für Russland in der Ukraine.
  • Eine Untersuchungsgruppe berichtete von 94 getöteten Kamerunern zwischen 2023 und 2025.
  • Ukrainische Geheimdienste schätzen über 1.700 Rekrutierte aus 36 afrikanischen Nationen für Russland.
  • Mehrere afrikanische Länder wie Ghana und Kenia melden Todesfälle und Rekrutierungsprobleme.
  • Südafrika repatriierte 17 Bürger, die in der Ukraine getäuscht wurden.

Bestätigung durch Kameruns Regierung

Kameruns Außenministerium hat bestätigt, dass 16 Bürger des Landes als Söldner für Russland im Ukraine-Krieg getötet wurden, basierend auf einem geleakten diplomatischen Notiz an die russische Botschaft vom 5. März. Die Regierung hatte zuvor lange geschwiegen und erkannte damit erstmals die Beteiligung ihrer Staatsangehörigen an dem Konflikt an. Ein Bericht der Gruppe 'All Eyes on Wagner' geht von 94 getöteten Kamerunern zwischen 2023 und 2025 aus.

Internationale Reaktionen und Besorgnis

Mehrere afrikanische Nationen äußern sich besorgt über die Rekrutierung ihrer Bürger für den Krieg. Ghana meldete mindestens 55 Todesfälle und forderte Russland auf, die Anwerbung zu stoppen. Kenyas Außenminister schloss über 600 verdächtige Rekrutierungsagenturen, während Simbabwe 15 Tote und über 60 Gefangene an der Front meldet. Südafrika repatriierte 17 Bürger, die in der Ukraine getäuscht wurden.

Diplomatische Entwicklungen und interne Memos

Kamerun hat die Todesfälle noch nicht offiziell in einer Erklärung anerkannt, sandte jedoch eine Liste mit 16 Namen an den staatlichen Sender CRTV, um Verwandte zu kontaktieren. Ein internes Memo vom März 2025 zeigt, dass der Verteidigungsminister besorgt über Soldaten ist, die das Land verlassen, um in der Ukraine zu kämpfen. Ukrainische Geheimdienste schätzen, dass über 1.700 Personen aus 36 afrikanischen Ländern für Russland rekrutiert wurden.

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