Klimawandel bedroht Europas Wälder als CO2-Senke
Wichtige Fakten
- • Bei 2 Grad Erwärmung nehmen Waldschäden um 20% zu.
- • Brände könnten jährlich 110.000–230.000 Hektar Wald zerstören.
- • Europas Wälder speichern derzeit 330 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr.
- • Mediterrane Wälder sind besonders gefährdet durch Klimafolgen.
- • Bäume setzen bei Schäden gespeichertes CO2 frei und werden zur Quelle.
Zunehmende Waldschäden durch Klimawandel
Eine neue internationale Studie unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zeigt, dass der Klimawandel in Europa zu mehr Waldschäden durch Brände, Stürme und Borkenkäfer führen wird. Bei einer Erderwärmung von zwei Grad könnte die jährlich geschädigte Waldfläche bis zum Ende des Jahrhunderts um rund 20 Prozent ansteigen, bei vier Grad sogar mehr als doppelt so hoch sein. Die Forscher nutzten NASA-Satellitendaten und neuronale Netzwerke für ihre Prognosen.
Besonders betroffene Regionen und Folgen
Vor allem mediterrane Wälder in Portugal, Spanien, Italien und Griechenland werden unter den Klimafolgen leiden, während boreale Wälder in Skandinavien weniger stark betroffen sein könnten. Brände könnten jährlich zwischen 110.000 und 230.000 Hektar Wald zerstören. Diese Schäden schwächen die Bäume und machen sie anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer, was bereits in früheren Jahren zu erheblichen Waldschäden führte.
Verlust der CO2-Speicherfunktion
Europas Wälder sind derzeit eine wichtige CO2-Senke und speichern jährlich etwa 330 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, was über zehn Prozent der europäischen Emissionen entspricht. Durch zunehmende Schäden könnten sie jedoch weniger Kohlenstoff aufnehmen und bei Bränden oder anderen Zerstörungen gespeichertes CO2 freisetzen, wodurch sie von einer Senke zu einer Quelle werden und den Klimawandel weiter beschleunigen würden.
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