Klingbeil warnt vor Kerosinmangel trotz gegenteiliger Einschätzung von Wirtschaftsministerin
Wichtige Fakten
- • Die IEA prognostiziert mögliche Kerosinengpässe in Europa binnen sechs Wochen.
- • Klingbeil fordert Maßnahmen zur Versorgungssicherheit und Preisstabilität.
- • Reiche und Wirtschaftsverbände sehen derzeit keine Knappheit in Deutschland.
- • Kerosinpreise haben sich seit Kriegsbeginn mehr als verdoppelt.
- • Klingbeil vergleicht die Situation mit der Energiekrise nach dem Ukraine-Überfall.
Warnung vor Kerosinengpässen
Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) fordert, Warnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) vor einem möglichen Kerosinmangel in Europa ernst zu nehmen und Maßnahmen zur Versorgungssicherheit zu ergreifen. Die IEA hatte am Freitag gewarnt, dass mehrere europäische Länder in den kommenden sechs Wochen Engpässe bei dem Flugzeugtreibstoff erleben könnten.
Gegensätzliche Einschätzungen
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Wirtschaftsverbände wie der Mineralölwirtschaftsverband Fuels und Energie sehen die Lage in Deutschland hingegen als unkritisch an. Reiche betont, dass Kerosin in deutschen Raffinerien hergestellt wird und momentan kein Mangel bestehe. Klingbeil verweist dagegen auf den Iran-Krieg, der die Preise für Kerosin mehr als verdoppelt hat und die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten aus dem Nahen Osten verdeutlicht.
Politische Forderungen
Klingbeil nutzt die Warnungen, um auf einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und Netze zu drängen, wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Er vergleicht die aktuelle Krise mit der Energiekrise nach dem russischen Überfall auf die Ukraine und fordert ein Reformpaket, um Deutschland resilienter zu machen.
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