Koalition einigt sich auf Nachfolge für Riester-Rente
Wichtige Fakten
- • Höhere staatliche Zuschüsse für Menschen mit geringem Einkommen
- • Familien erhalten volle Kinderzulage bereits ab 25 Euro Sparbeitrag
- • Selbstständige können erstmals staatliche Förderung erhalten
- • Keine Kapitalgarantie mehr, um Rendite zu erhöhen
- • Gesetz soll noch diese Woche im Bundestag beschlossen werden
Reform der privaten Altersvorsorge
Die schwarz-rote Koalition hat sich auf ein Nachfolgemodell für die oft kritisierte Riester-Rente geeinigt. Das neue staatlich geförderte Altersvorsorgedepot sieht höhere Zuschüsse für Menschen mit wenig Einkommen vor und ermöglicht erstmals auch Selbstständigen eine Förderung. Die staatliche Grundzulage wird angehoben: Für jeden gesparten Euro gibt es künftig 50 Cent bis zu einer Einzahlung von 360 Euro jährlich.
Besondere Vorteile für Familien
Familien profitieren besonders stark von der Reform. Die volle Kinderzulage von 300 Euro pro Kind und Jahr soll bereits bei einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro gewährt werden – statt der ursprünglich geplanten 100 Euro. Damit reagiert die Koalition auf Kritik von Sozialverbänden und Verbraucherschützern, die eine Benachteiligung einkommensschwacher Haushalte befürchtet hatten.
Technische Änderungen und Zeitplan
Anders als bei der Riester-Rente entfällt die Kapitalgarantie, was die Renditeerwartungen erhöhen soll. Durch den Wegfall teurer Garantieleistungen und eine Begrenzung der Effektivkosten sollen Sparer im Alter eine spürbar höhere Rendite erzielen. Das Gesetz soll noch diese Woche im Bundestag beschlossen werden, die neuen Vorsorgeprodukte könnten ab 1. Januar 2027 verfügbar sein.
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