Kölner Bordell-Pascha: Chinesische Investoren und ein fragwürdiger Millionenkredit
Wichtige Fakten
- • Der Anwalt Claus B. vermittelte chinesischen Investoren den Kauf des 'Pascha'-Bordells in Köln.
- • Die Volksbank Köln Bonn gab einen Überbrückungskredit von fünf Millionen Euro.
- • Abgehörte Telefonate deuten auf Manipulation des Kreditvergabeprozesses hin.
- • Der Anwalt soll dem Bankvorstand 75.000 Euro bar versprochen haben.
- • In Mails wird Geldwäsche durch das Bordell als Möglichkeit genannt.
Pascha-Verkauf an chinesische Investoren
Das 'Pascha' in Köln, das größte Bordell Europas, steht im Zentrum eines Wirtschaftsskandals. Der Anwalt Claus B. soll chinesischen Investoren aus Macao den Kauf der Immobilie vermittelt haben – Kaufpreis: elf Millionen Euro. Doch ein Teil der Summe war in Hongkong blockiert, sodass ein Überbrückungskredit von fünf Millionen Euro bei der Volksbank Köln Bonn nötig wurde.
Fragwürdige Kreditvergabe
Laut abgehörten Telefonaten soll Claus B. ausgenutzt haben, dass der zuständige Risikovorstand im Urlaub war. Der Kredit sei daraufhin schnell bewilligt worden. Die Volksbank selbst betont, die Kreditvergabe sei regulär abgelaufen. Doch interne E-Mails legen nahe, dass der Anwalt dem Bankvorstand Bestechungszahlungen von 75.000 Euro in bar in Aussicht stellte und später 150.000 Euro Gewinn mit dem Manager verbuchte.
Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf prüft nun, ob Bestechungsdelikte vorliegen. Bislang konzentriert sich das Verfahren auf den Schleuservorwurf gegen den Anwalt. In einer Mail schwärmte er vom Pascha als Ort für Geldwäsche – ein Hinweis, der die Ermittler alarmiert. Der jetzige Betreiber des Bordells fühlt sich in einen 'Sumpf' hineingezogen. Der Anwalt und der Volksbank-Vorstand weisen alle Vorwürfe zurück.
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