Kolumbien wählt neuen Präsidenten: Richtungsentscheidung zwischen Frieden und Härte
Wichtige Fakten
- • Am 31. Mai 2026 findet die Präsidentschaftswahl statt.
- • Amtsinhaber Gustavo Petro tritt nicht erneut an.
- • Hauptkandidaten: Iván Cepeda (links), Abelardo de la Espriella und Paloma Valencia (rechts).
- • Die Sicherheitslage hat sich zuletzt deutlich verschlechtert.
- • Ein möglicherweise notwendiger zweiter Wahlgang wäre im Juni.
Kolumbien wählt: Dreikampf um die Präsidentschaft
Am 31. Mai 2026 wählt Kolumbien einen neuen Präsidenten, da Amtsinhaber Gustavo Petro nicht erneut antritt. Die Wahl zeichnet sich als Dreikampf zwischen dem linken Regierungslager und zwei rechten Herausforderern ab und gilt als richtungsweisend für die Zukunft des Landes.
Wahlkampfthema Sicherheit und Frieden
Der Wahlkampf wird vor allem von der Frage geprägt, ob die von Petro verfolgte Politik des 'vollständigen Friedens' der richtige Weg war. Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren wieder deutlich verschlechtert, mit zunehmender Gewalt durch FARC-Dissidenten und kriminelle Gruppen, was auch die Mordzahlen wieder steigen lässt. Attentate und Morde an Politikern wie Kandidat Miguel Uribe Turbay und zuletzt der Anschlag im April mit 21 Toten belasten die Stimmung.
Kandidaten und politische Ausrichtung
Iván Cepeda von Petros Pacto Histórico führt in den Umfragen knapp vor Abelardo de la Espriella, einem rechtspopulistischen Kandidaten, der für einen harten Kurs gegen Kriminelle und ein Vorbild in El Salvadors Präsidenten Bukele sieht. Auf Platz drei liegt die konservative Paloma Valencia, die aber als gemäßigter gilt. Anders als Petro vertreten die rechten Kandidaten wirtschaftsliberale und stark securitätsorientierte Positionen.
Internationale und wirtschaftliche Aspekte
Während Petro innenpolitisch wegen des Widerstands des Parlaments wenig umsetzen konnte, blieb er dank seiner Umwelt- und Sozialpolitik populär. International betonte er eine unabhängige Positionierung von den USA, wenn auch ein Umschwung durch ein Telefonat mit Donald Trump zuletzt sichtbar wurde. Der Ex-Präsident drohte zunächst mit Interventionen, blieb aber letztlich außen vor. Laut Politikwissenschaftlern würden beide rechten Kandidaten wohl auf einen Kurs der USA einschwenken.
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