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International 09.01.2026, 10:42 Aktualisiert: 09.01.2026, 16:01

Südafrika richtet umstrittenes Marinemanöver aus – 'Will for Peace' mit Russland, China und Iran

Das internationale Marine-Manöver 'Will for Peace' wird vor der Küste von Kapstadt mit Beteiligung von Russland, China, Iran und weiteren BRICS-Plus-Staaten abgehalten.

Wichtige Fakten

  • Das internationale Marine-Manöver 'Will for Peace' wird vor der Küste von Kapstadt mit Beteiligung von Russland, China, Iran und weiteren BRICS-Plus-Staaten abgehalten.
  • China entsendet den Lenkwaffen-Zerstörer 'Tangshan' und das Versorgungsschiff 'Taihu'.
  • Russland schickt die Korvette 'Stoykji', die von einem Flottentanker begleitet wird.
  • Der Iran nimmt mit Einheiten der 103. Flottille an der Übung teil.
  • Die Details und das Ausmaß der südafrikanischen Beteiligung bleiben unklar.
  • Die Übung stößt auf erhebliche Kritik innerhalb Südafrikas und könnte ernsthafte außenpolitische Konsequenzen für das Land haben.
  • Offiziell soll das Manöver maritime Sicherheit, den Schutz von Handelsrouten und die Zusammenarbeit bei Such- und Rettungseinsätzen fördern.
  • Südafrikas Blockfreiheit und seine internationale Position könnten durch die Übung gefährdet werden.
  • Südafrika ist die einzige Demokratie, die an dem Manöver teilnimmt, und das Fehlen von Indien und Brasilien wirft Fragen auf.
  • Die Beziehungen zwischen Pretoria und Washington sind auf einem historischen Tiefpunkt.
Südafrika richtet das internationale Marinemanöver 'Will for Peace' aus, das zusammen mit Russland, China und dem Iran vor der Küste von Kapstadt stattfindet. Trotz des offiziell erklärten Ziels, die maritime Sicherheit zu fördern, stößt die Übung auf heftige Kritik im In- und Ausland. Ricardo Texeira von der liberalen Denkfabrik IRR stellt die Teilnehmerliste in Frage und sieht im Manövertitel einen Widerspruch, da mehrere teilnehmende Länder in aktuelle Konflikte verwickelt sind. Zudem wird das Fehlen von Indien und Brasilien in der Übung als Hinweis auf die fragwürdige Ausrichtung unter der Flagge von BRICS-Plus gewertet. Die Teilnahme Südafrikas könnte weitreichende außenpolitische Konsequenzen haben, besonders im Hinblick auf die ohnehin angespannten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.

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