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Wirtschaft 19.03.2026, 12:11 Aktualisiert: 19.03.2026, 23:04

Neue Eskalation: USA drohen mit massivem Angriff auf iranisches Gasfeld nach Attacken in Katar

US-Präsident Trump droht mit massivem Angriff auf Irans Gasfeld South Pars bei weiteren Attacken auf Katars Gasindustrie.

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Trump droht mit massivem Angriff auf Irans Gasfeld South Pars bei weiteren Attacken auf Katars Gasindustrie.
  • Iran griff mit Raketen die weltgrößte LNG-Anlage Ras Laffan in Katar an, die laut Betreiber schwer beschädigt wurde.
  • Gaspreis (TTF-Kontrakt) stieg nach Angriffen um 35% auf 74 Euro/MWh, Ölpreis (Brent) um über 10% auf 115 Dollar/Fass.
  • Katar erklärte iranische Diplomaten zu unerwünschten Personen und wies sie aus, nachdem Iran "alle roten Linien überschritten" habe.
  • Frankreichs Präsident Macron fordert direkte US-Iran-Gespräche und ein Moratorium für Angriffe auf zivile Infrastruktur.

Neue Eskalationsstufe mit US-Drohung gegen iranisches Gasfeld

Der Konflikt im Nahen Osten hat sich weiter zugespitzt: Nach iranischen Raketenangriffen auf die weltgrößte Flüssiggasanlage Ras Laffan in Katar hat US-Präsident Donald Trump mit einem massiven Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars gedroht. Trump erklärte auf Truth Social, die USA würden mit "einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat" reagieren, falls Iran weiterhin Katars Gasindustrie angreife. Der katarische Betreiber QatarEnergy meldete schwere Schäden an der LNG-Anlage, die Brände seien aber unter Kontrolle gebracht worden. Katar reagierte mit diplomatischen Sanktionen und wies iranische Diplomaten aus, da Iran mit seinen Angriffen "alle roten Linien überschritten" habe.

Iranische Vergeltungsangriffe auf Golfstaaten-Infrastruktur

Die iranischen Attacken auf Katar waren eine direkte Reaktion auf israelische Angriffe auf Förderanlagen des Gasfelds South Pars, das etwa 70% des iranischen Erdgases liefert. Zuvor hatte Iran bereits Ölraffinerien in Kuwait (Mina Al-Ahmadi und Mina Abdullah) und Saudi-Arabien (Samref-Raffinerie in Yanbu) angegriffen. Die Islamische Revolutionsgarde drohte, bei weiteren Angriffen auf Iran die Öl- und Gasindustrien der Golfstaaten "vollständig zu zerstören". Neue Berichte des Wall Street Journal legen nahe, dass Trump entgegen früheren Aussagen über den israelischen Angriff auf South Pars informiert war und ihn gebilligt hatte.

Energiemärkte unter Druck und internationale Reaktionen

Die jüngsten Angriffe ließen die Energiepreise erneut deutlich ansteigen: Der europäische Gaspreis (TTF-Kontrakt) legte zeitweise um 35 Prozent auf 74 Euro pro Megawattstunde zu, der Ölpreis für Brent stieg um mehr als zehn Prozent auf rund 115 Dollar pro Fass. Die Blockade der Straße von Hormus durch Iran verschärft die Lage zusätzlich. International gab es kritische Reaktionen: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nannte die Entwicklung "eine rücksichtslose Eskalation" und forderte direkte Gespräche zwischen Iran und den USA sowie ein Moratorium für Angriffe auf zivile Infrastruktur.

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