Iran zieht Öffnung der Straße von Hormus zurück - USA halten an Seeblockade fest
Wichtige Fakten
- • Iran hat die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus offiziell zurückgenommen.
- • Die USA halten ihre Seeblockade iranischer Häfen aufrecht, bis ein Friedensabkommen erreicht ist.
- • Die Waffenruhe im Libanon war der ursprüngliche Anlass für Irans Öffnungsankündigung.
- • Das britische Militär meldete einen Angriff auf einen Tanker in der Meerenge durch iranische Kräfte.
- • Verhandlungen unter pakistanischer Vermittlung laufen weiter, eine erste Runde endete ergebnislos.
Rücknahme der Öffnung und diplomatische Spannungen
Iran hat seine Ankündigung, die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen, offiziell rückgängig gemacht und die Meerenge bleibt gesperrt. Das iranische Hauptquartier der Streitkräfte begründete dies mit der anhaltenden Seeblockade der USA gegen iranische Häfen, die als Verstoß gegen die Waffenruhe kritisiert wird. Zuvor hatte der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf bereits gedroht, die Durchfahrt nur auf von Iran festgelegten Routen und mit Genehmigung zuzulassen.
Verhandlungen und neue Eskalationen
US-Präsident Donald Trump beharrt darauf, die Seeblockade aufrechtzuerhalten, bis ein Abkommen mit Iran vollständig abgeschlossen ist, zeigt sich aber optimistisch, dass eine Einigung in den nächsten ein bis zwei Tagen möglich sei. Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden und das iranische Atomprogramm laufen unter Vermittlung Pakistans weiter, wobei eine erste Gesprächsrunde in Islamabad ergebnislos endete. Iran nennt die Aufhebung von Sanktionen und Wiedergutmachung von Kriegsschäden als Bedingungen, während es widersprüchliche Aussagen zur Zusammenarbeit bei der Bergung von angereichertem Uran gibt.
Angriff auf Tanker und unsichere Schifffahrt
Nach der Ankündigung der Sperrung hat das britische Militär einen Angriff von zwei Schnellbooten der iranischen Revolutionsgarde auf einen Tanker in der Straße von Hormus gemeldet, wobei der Tanker und seine Besatzung nach ersten Erkenntnissen in Sicherheit sind. Zudem berichteten mindestens zwei Handelsschiffe, bei dem Versuch, die Meerenge zu durchqueren, unter Beschuss geraten zu sein. Die Schifffahrt bleibt unsicher, da viele Schiffe angesichts der unklaren Bedrohungen umkehren, und die Sperrung könnte die Preise für Öl, Düngemittel und Lebensmittel weiter in die Höhe treiben.
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