Linke gewinnt Paris, Rechte scheitern in Schlüsselstädten bei französischen Kommunalwahlen
Wichtige Fakten
- • Emmanuel Grégoire (Sozialist) gewinnt Paris-Wahl mit etwa 52% gegen Rachida Dati.
- • Der Rassemblement National verfehlt Siege in Marseille, Toulon und Nîmes.
- • Éric Ciotti (ex-LR) erobert mit rechter Allianz Nizza für die extreme Rechte.
- • Édouard Philippe gewinnt Le Havre und positioniert sich für Präsidentschaftswahl 2027.
- • Über 1.500 Städte wählten in zweiter Runde, gesehen als Stimmungstest vor Präsidentschaftswahl.
Ergebnisse der zweiten Runde
Bei den französischen Kommunalwahlen hat der Sozialist Emmanuel Grégoire die Bürgermeisterwahl in Paris mit etwa 52% der Stimmen gewonnen und schlägt damit die ehemalige konservative Ministerin Rachida Dati. Grégoire, der auf einem gemeinsamen Linksbündnis mit den Grünen antrat, betonte Prioritäten wie Obdachlosenhilfe und Umweltschutz. In Marseille siegte der amtierende Bürgermeister Benoît Payan mit einer linken Koalition, während der rechtsextreme Rassemblement National (RN) in Schlüsselstädten wie Marseille, Toulon und Nîmes nicht gewinnen konnte.
Politische Auswirkungen
Der RN verzeichnete dennoch lokale Erfolge, etwa in Carcassonne, und der RN-Führer Jordan Bardella sprach von einem "historischen" Zuwachs an Mandaten. In Nizza gewann Éric Ciotti, ein ehemaliger LR-Chef, der sich mit Marine Le Pen verbündet hat, was der extremen Rechten in der fünftgrößten Stadt Frankreichs Einfluss verschafft. Unterdessen nutzte Ex-Premierminister Édouard Philippe seinen Sieg in Le Havre, um seine Präsidentschaftskandidatur für 2027 voranzutreiben. Die Wahlen gelten als wichtiger Stimmungstest vor der kommenden Präsidentschaftswahl.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.