London weitet automatisierte Gesichtserkennung aus – Datenschützer warnen
Wichtige Fakten
- • 2.500 Festnahmen seit 2024 durch automatisierte Gesichtserkennung in London.
- • Bis zu eine Million Überwachungskameras schätzt man in London.
- • Die Technologie scannt Passanten und gleicht sie mit einer Fahndungsdatenbank ab.
- • Kritiker fordern klare Regeln zur Nutzung und Datenspeicherung.
- • Im Herbst 2026 soll ein Gesetzesentwurf zur Live-Gesichtserkennung vorgelegt werden.
Erfolgsbilanz der Polizei
Die Londoner Metropolitan Police hat seit 2024 mit automatisierter Gesichtserkennung über 2.500 gesuchte Personen festgenommen – allein 2026 fast 900. Die Polizei wertet den Einsatz als großen Erfolg, die Technologie sei sehr effektiv. Fehlalarme kämen äußerst selten vor.
Kontroverse um Überwachung
In London gibt es bis zu eine Million Überwachungskameras, die nun um Live-Gesichtserkennung ergänzt werden. Anders als die herkömmliche Videoüberwachung, die erst nach einer Straftat genutzt wird, scannt die neue Technologie Passanten in Echtzeit. Passanten zeigen gemischte Reaktionen: Manche fühlen sich sicherer, andere sehen Freiheitsrechte in Gefahr.
Kritik und Regulierung
Datenschutzorganisationen wie Big Brother Watch warnen vor massiven Eingriffen in die Privatsphäre. Jack Coulson kritisiert, dass keine klaren Regeln zur Nutzung und Speicherung der Daten bestehen. Ein Gesetzesentwurf zur Regulierung ist für den Herbst 2026 angekündigt; die Polizei rüstet derweil mit weiteren Kameras und Fahrzeugen auf.
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