Maschinenbau: Auftragsplus aus Übersee – Hoffnung für die deutsche Industrie
Wichtige Fakten
- • Maschinenbau: Aufträge plus 5 Prozent im ersten Halbjahr.
- • Aufträge außerhalb Europas steigen um 16 Prozent.
- • Europa und Deutschland: Rückgang um minus acht Prozent.
- • Produktion könnte zeitversetzt zu Aufträgen anziehen.
- • IW-Experte fordert Ausgleichszölle gegen chinesische Dumpingpreise.
Auftragsplus dank Nachfrage aus Nicht-EU-Ländern
Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer erhalten wieder mehr Aufträge – vor allem aus Ländern außerhalb Europas. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) meldet für das erste Halbjahr 2026 ein Auftragsplus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Maßgeblich hierfür ist ein deutlicher Anstieg der Bestellungen aus Übersee um 16 Prozent. Besonders das Geschäft mit den USA zeigt positive Tendenzen, auch weil die US-Konjunktur anzieht und zwischenzeitlich Zölle auf Maschinenbauprodukte reduziert wurden.
Schwäche in Europa und Deutschland
Dem positiven Trend aus Übersee steht ein Rückgang in Europa und Deutschland gegenüber. Die Aufträge aus Europa gingen um acht Prozent zurück, in Deutschland um zwei Prozent. Unternehmen wie die Paul Horn GmbH in Tübingen spüren die anhaltende Schwäche im Inland und in Europa, setzen aber auf ihren internationalen Fokus und investieren weiter in den Standort. Trotz der Herausforderungen sehen Branchenexperten die Entwicklung als positives Signal für die gesamte Industrie.
Hoffnung auf Exportfunken für die Konjunktur
Sollte sich der Aufwärtstrend bei den Auslandsaufträgen festigen, könnte dies einen Impuls für die gesamte deutsche Wirtschaft geben. Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass ein starkes Auslandsgeschäft die Produktion und Investitionen heimischer Firmen ankurbeln kann. Allerdings betonen Experten weiterhin den Reformbedarf – etwa bei Bürokratieabbau, hohen Sozialabgaben und einer Neujustierung der Handelspolitik gegenüber China.
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