Teilen:
Politik 24.07.2026, 05:43 Aktualisiert: 24.07.2026, 10:02

Kabinett umgebaut: Warken erste Kanzleramtschefin, Linnemann Gesundheitsminister

Gesundheitsministerin Warken wird erste Kanzleramtschefin, bestätigt Merz.

Wichtige Fakten

  • Gesundheitsministerin Warken wird erste Kanzleramtschefin, bestätigt Merz.
  • Carsten Linnemann übernimmt das Gesundheitsministerium, Hoppermann wird Generalsekretärin.
  • Philipp Amthor wird neuer Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Kanzleramt.
  • Verkehrsminister Schnieder soll gehen, Fritz Güntzler als Nachfolger gehandelt.
  • Weitere Kabinettsumbildungen angekündigt, Entscheidungen stehen noch aus.

Neue Riege im Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Vormittag des 24. Juli 2026 offiziell bestätigt, dass Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die neue Kanzleramtschefin wird. Sie ist die erste Frau in diesem Amt und tritt die Nachfolge von Thorsten Frei an, der zum Unionsfraktionschef ernannt wurde. Merz lobte Warkens Durchsetzungsfähigkeit, insbesondere bei der umstrittenen Krankenkassenreform, und bescheinigte ihr, beispielhaft für die anstehenden Reformen gearbeitet zu haben. Die CDU-Politikerin, die zuvor als parlamentarische Geschäftsführerin der Unionsfraktion tätig war, hatte sich nach kurzer Einarbeitungszeit im Gesundheitsministerium profiliert.

Personelle Verschiebungen im Kabinett

Im Zuge der Kabinettsumbildung übernimmt der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann das Gesundheitsministerium von Warken. Der Kanzler betonte die Bedeutung der anstehenden Pflegereform und des von Linnemann weiterzuführenden Reformkurses. Des Weiteren wechselt der Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium, Philipp Amthor, als neuer Staatsminister für die Bund-Länder-Zusammenarbeit ins Kanzleramt. Er soll Michael Meister ablösen, was auf die Unzufriedenheit der Länder mit der bisherigen Koordination zurückgeht. Die Schatzmeisterin der CDU, Franziska Hoppermann, wird laut übereinstimmenden Medienberichten neue Generalsekretärin. Offiziell bestätigt ist dies noch nicht.

Offene Posten und Ausblick

Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios soll auch Verkehrsminister Patrick Schnieder seinen Posten räumen. Als Nachfolger wird der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler gehandelt, der sich vor allem um die Krise bei der Deutschen Bahn und die unzureichende Infrastruktur kümmern soll. Merz kündigte weitere Veränderungen an, ließ aber offen, welche Ressorts noch umbesetzt werden. ARD-Korrespondent Markus Preiß wertete die Personalie Warken als Zeichen, dass Merz Effizienz belohne. Mit dem Rückenwind aus dem Gesundheitsministerium und gestärkt durch die Frauenquote im Kabinett soll Warken im Kanzleramt die großen Reformen koordinieren.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.