Meta-Vergleich in den USA entfacht Debatte um Jugendschutz in sozialen Medien weltweit
Wichtige Fakten
- • Meta zahlt 18 Milliarden Dollar in Vergleich.
- • 29 US-Bundesstaaten klagten gegen Meta.
- • Meta führt Zeitlimits und Nacht-Sperren ein.
- • Verbraucherschützerin Pop fordert sichere Plattformen.
- • Kläger aus Kenia erhofft sich globale Wirkung.
Milliardenvergleich in den USA
Im Prozess um Social-Media-Sucht von Kindern hat sich der Facebook-Mutterkonzern Meta in den USA zu Zahlungen von fast 16,7 Milliarden US-Dollar verpflichtet. 29 US-Bundesstaaten hatten dem Unternehmen vorgeworfen, Minderjährige bewusst zu exzessiver Nutzung von Facebook und Instagram verleitet zu haben. Neben der Zahlung muss Meta Schutzmechanismen wie Zeitlimits und nächtliche Sperren einführen.
Nationale Debatte
Die Chefin des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Ramona Pop, sieht in dem Vergleich ein Signal für Deutschland. Sie forderte, dass soziale Plattformen von vornherein sicher für Kinder und Jugendliche gestaltet werden müssten. Risikoreiche Funktionen sollten erst ab einem nachgewiesenen Mindestalter freigeschaltet werden. Reine Nutzungsgrenzen reichten nicht aus.
Internationale Auswirkungen
Der Vergleich hat auch über die USA hinaus Bedeutung. Im kenianischen Fall von Abrham Meareg, dessen Vater durch Facebook-Inhalte bedroht worden war, sehen Anwälte einen Wendepunkt. Die niederländische Organisation Repro Uncensored wertet das Urteil als Sieg. Kritiker wie der Ex-Facebook-Mitarbeiter Arturo Béjar bezweifeln jedoch, dass die Einschränkungen für Minderjährige ausreichen.
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