Millionen Lachse sterben auf schottischen Farmen – Behörde musste Berichte veröffentlichen
Wichtige Fakten
- • Über 100.000 Fische erstickten in einer Mowi-Farm 2021 durch fehlende Sauerstoffversorgung.
- • 1 Million Lachse starben durch Schwefelwasserstoff-Vergiftung in zehn Stunden bei Mowi.
- • Bakkafrost-Farm: 600.000 Tote 2022, Wiederholung mit 1,5 Millionen Toten.
- • Behörde APHA verweigerte zunächst Veröffentlichung der Inspektionsberichte.
- • ICO entschied: Keine gültigen Gründe für Geheimhaltung der Sterbefälle.
Hintergrund des Skandals
Millionen von Fischen starben auf schottischen Lachsfarmen durch Unfälle und mangelnde Aufsicht – die britische Tierseuchenbehörde APHA musste nach einer Entscheidung des Informationskommissariats (ICO) ihre Inspektionsberichte veröffentlichen. Die Behörde hatte die Freigabe zuvor verweigert mit der Begründung, sie würde Unternehmen „erheblichen Schaden“ zufügen. Das ICO urteilte jedoch, dass keine gültigen Gründe für eine Geheimhaltung vorlägen. Die Kampagnengruppe Animal Equality UK sprach von einem „historischen Moment für öffentliche Transparenz“. Andere Organisationen hatten auf die Situation aufmerksam gemacht, aber die Masterquelle Guardian liefert die zentralen Details aus den freigegebenen Berichten.
Details aus den Berichten
Der Guardian berichtet: Auf einer Farm des größten Lachsproduzenten Mowi starben 2021 über 100.000 Fische durch Erstickung, weil ein Arbeiter die Sauerstoffversorgung nicht überwachte. Im selben Monat tötete eine Schwefelwasserstoffansammlung über eine Million Fische binnen zehn Stunden – die Behörde leitete keine Maßnahmen ein. Auf einer RSPCA-zertifizierten Bakkafrost-Farm starben 2022 erst 600.000 Fische, dann wiederholt 1,5 Millionen – ebenfalls ohne Folgen. Eine Forellenfarm meldete 70.000 tote Fische nie, die Überlebenden wurden als „wirtschaftlich nicht rentabel“ getötet; APHA schickte nur eine E-Mail mit Hygienekodex.
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