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Mittelmeer-Konflikte erhöhen Kollisionsrisiko für Wale vor Südafrika
Schiffe umfahren Südafrika wegen Konflikten im Nahen Osten.
Wichtige Fakten
- • Schiffe umfahren Südafrika wegen Konflikten im Nahen Osten.
- • 99 kommerzielle Schiffe nutzten März/April 2024 die Route, 44 im Vorjahr.
- • Kollisionen mit Walen sind schwer nachweisbar („kryptische Mortalität“).
- • Wissenschaftler empfehlen geänderte Routen und Tempolimits.
- • Datenlücke erschwert Schutzmaßnahmen, systematische Erhebungen nötig.
Hintergrund: Schiffsumleitung durch Nahostkonflikte
Seit 2023 werden Schiffe aufgrund von Konflikten im Nahen Osten, darunter die Huthi-Angriffe und der israelisch-iranische Konflikt, um Südafrika umgeleitet. Die Anzahl der Schiffe auf dieser Route stieg von 44 (März-April 2023) auf 99 im gleichen Zeitraum 2024.
Wissenschaftliche Warnung
Professorin Els Vermeulen von der Universität Pretoria warnt vor deutlich erhöhtem Kollisionsrisiko zwischen Walen und Schiffen vor der südafrikanischen Westküste. Ihre Modelle überlagern Wal-Verteilungen mit neuen Schifffahrtswegen.
Problem der „kryptischen Mortalität“
Die meisten Kollisionen ereignen sich tief auf See, sodass Wal-Kadaver sinken und nicht angespült werden. Die Dunkelziffer ist hoch, da aktuelle Daten fehlen.
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