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Wirtschaft 01.06.2026, 12:23 Aktualisiert: 01.06.2026, 23:02

Monatsanfangseffekt an der Börse davongetragen: Iran-Diplomatie belastet DAX

Monatserster: DAX stieg statistisch um 0,15-0,25 %, heute zunächst Plus von 0,8 %.

Wichtige Fakten

  • Monatserster: DAX stieg statistisch um 0,15-0,25 %, heute zunächst Plus von 0,8 %.
  • Iran setzt internationalen Austausch aus, droht mit Sperrung von Meerengen.
  • DAX schloss 0,4 % tiefer bei 25.003 Punkten.
  • Ölpreis Brent stieg auf knapp 97 Dollar pro Barrel.
  • SAP-Aktie legte aufgrund KI-Optimismus zu; Mercedes-Benz unter Druck.

Positiver Start in den Monat durch Gehaltszahlungen und Sparpläne

Am ersten Handelstag des Monats zeigen Aktienmärkte statistisch einen positiven Trend, den sogenannten Monatsanfangseffekt. Grund sind meist zum Monatsende gezahlte Gehälter sowie automatisch ausgeführte Sparpläne zugunsten von Aktien und Fonds. Der DAX startete entsprechend mit einem Plus von bis zu 0,8 Prozent.

Iran-Eskalation dreht Stimmung ins Minus

Doch die Hoffnung der Anleger auf eine diplomatische Lösung im Nahostkonflikt zerstob am Nachmittag. Die halbstaatliche iranische Agentur Tasnim berichtete von einem Austausch mit den USA, der aufgrund der israelischen Eskalation im Libanon protestweise informiert werden soll. Zudem drohte Iran mit der Sperrung der Straße von Hormus und der Straße von Bab al Mandab. Der DAX rutschte daraufhin ins Minus und schloss 0,4 Prozent niedriger bei 25.003 Punkten.

Die Ölpreise zogen an: Ein Barrel Brent kostete abends knapp 97 Dollar. An den US-Börsen hinterließ der Iranschock ebenfalls Spuren. Der Dow Jones verlor ein halbes Prozent, während der Nasdaq 100 leicht zulegte, gestützt durch das anhaltende Interesse an künstlicher Intelligenz. Unter den Einzelwerten profitierten SAP und andere KI-exponierte Aktien von entsprechenden Aussagen des Nvidia-Chefs. Belastet wurde Mercedes-Benz durch ein US-Gesetzesvorhaben: Es sah ein Verbot von Fahrzeugen vor, deren Hersteller zu 15 Prozent „US-Gegnerstaaten“ wie China gehören – Mercedes‘ Anteil chinesischer Halter liegt bei fast 20 Prozent.

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