Unionsfraktion: Sondersitzung am 29. Juli zur Spahn-Nachfolge
Wichtige Fakten
- • Jens Spahn trat nach Leihmutterschafts-Affäre zurück.
- • CDU-Präsidium und Fraktionsvorstand berieten über Nachfolge.
- • Sondersitzung der Fraktion am 29. Juli 2026 terminiert.
- • Kanzleramtschef Thorsten Frei gilt als Top-Kandidat.
- • Merz schließt Kabinettsumbildung nach Frei-Ernennung nicht aus.
Nachfolge von Jens Spahn: Sondersitzung am 29. Juli
Nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef wegen der Leihmutterschafts-Affäre berieten am heutigen Montag das CDU-Präsidium und der Fraktionsvorstand über die Nachfolge. Wie bekannt wurde, ist für den 29. Juli eine Sondersitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion angesetzt, um formell über den neuen Vorsitz zu entscheiden. Die Abgeordneten werden dafür aus der Sommerpause zurückgeholt.
Kandidaten im Rennen und mögliche Kabinettsumbildung
Bundeskanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder wollen „relativ bald“ einen Vorschlag unterbreiten. Als Kandidaten gehandelt werden Kanzleramtschef Thorsten Frei, der als Favorit gilt, sowie Innenminister Alexander Dobrindt (CSU), CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und Gesundheitsministerin Nina Warken. Sollte Frei den Posten übernehmen, wäre eine Kabinettsumbildung nötig, wofür Merz im ZDF-Sommerinterview offen blieb: „Es könnte eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken.“
Reaktionen aus Politik und Wissenschaft
Grünen-Chefin Franziska Brantner forderte Merz auf, Tabula rasa zu machen und das Kabinett personell neu aufzustellen. Aus der CDU zeigte man sich geteilt: Während Sachsen-Anhalts Regierungschef Schulze den Schaden für den Landtagswahlkampf beklagte (Wahl am 6. September), sieht der Brandenburger CDU-Abgeordnete Steineke eine Chance zur Neuaufstellung. Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele von der Hertie School bewertete Merz' schnelles Handeln positiv und sieht eine Stärkung seiner Position.
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